Südhessen. Auf Feldern, an Ortsrändern oder entlang von Landstraßen fällt Ende August ein ungewöhnliches Bild besonders häufig auf: Dutzende, manchmal sogar Hunderte Vögel sitzen dicht nebeneinander auf Stromleitungen. Wenig später erhebt sich die gesamte Gruppe scheinbar gleichzeitig in die Luft.
Quelle: Bild von PexelsDas ist kein Zufall. Für einige Vogelarten beginnt im Spätsommer bereits die Vorbereitung auf den Herbstzug. Besonders Schwalben sammeln sich vor ihrem Abflug in größeren Gruppen und nutzen Stromleitungen dabei als praktische Rastplätze. Bei anderen Arten wie Staren werden die Schwärme ebenfalls zunehmend größer.
Vögel auf Stromleitungen: Warum sind es Ende August plötzlich so viele?
Im Frühjahr und Frühsommer dreht sich bei vielen heimischen Vogelarten alles um Brut und Nachwuchs.
Im Spätsommer verändert sich das Verhalten.
Die Jungvögel sind inzwischen weitgehend flügge, Familienverbände lösen sich oder schließen sich mit anderen Gruppen zusammen. Gleichzeitig beginnt für zahlreiche Zugvögel die Vorbereitung auf ihre Reise in die Winterquartiere.
Das lässt sich besonders gut bei Schwalben beobachten.
Der NABU beschreibt, dass sich Rauchschwalben vor ihrem Abflug häufig in großen Schwärmen sammeln. Dabei sitzen sie gemeinsam auf Stromleitungen und nutzen beispielsweise Schilfgebiete als Schlafplätze.
Die auffälligen Vogelreihen auf Leitungen gehören deshalb zu den ersten sichtbaren Anzeichen dafür, dass sich der Sommer langsam seinem Ende nähert.
Welche Vögel sitzen jetzt auf den Leitungen?
Nicht jeder Vogel auf einer Stromleitung ist automatisch ein Zugvogel.
Im Spätsommer sind jedoch einige Arten besonders interessant.
| Vogelart | Was passiert im Spätsommer? |
| Rauchschwalbe | sammelt sich vor dem Zug häufig in großen Gruppen |
| Mehlschwalbe | bereitet sich ebenfalls auf den Zug Richtung Afrika vor |
| Star | bildet zunehmend größere Schwärme |
| Weißstorch | Jung- und Altvögel beginnen ihren Herbstzug |
| Mauersegler | viele haben Deutschland bereits verlassen |
| verschiedene Singvögel | bei mehreren Arten beginnt bereits im August der Zug |
Gerade Schwalben und Stare können in größeren Gruppen auffallen.
Wer eine lange Leitung voller kleiner Vögel entdeckt, sollte deshalb ruhig etwas genauer hinsehen.
Schwalben nutzen Stromleitungen als Sammelplatz
Besonders typisch ist das Verhalten für Schwalben.
Bevor Rauchschwalben ihre lange Reise antreten, schließen sich zahlreiche Tiere zusammen. Stromleitungen bieten dafür einen geeigneten erhöhten Sitzplatz mit freier Sicht auf die Umgebung.
Der NABU beschreibt ausdrücklich, dass Rauchschwalben vor ihrem Abflug oft gemeinsam auf Stromleitungen sitzen.
Dort können sich mitunter größere Gruppen versammeln.
Für Beobachter wirkt es dann beinahe so, als hätte jemand die Vögel in regelmäßigen Abständen auf die Leitung gesetzt.
Kurze Zeit später kann die gesamte Gruppe wieder verschwunden sein.
Warum fliegen Schwalben überhaupt weg?
Rauch- und Mehlschwalben gehören zu den Langstreckenziehern.
Sie ernähren sich hauptsächlich von fliegenden Insekten. Genau diese Nahrung wird in Mitteleuropa im Herbst und Winter knapp.
Die Vögel weichen deshalb in wärmere Regionen aus.
Dabei legen sie enorme Entfernungen zurück und verbringen den europäischen Winter südlich von uns.
Der Abzug geschieht allerdings nicht an einem einzigen Tag. Je nach Art, Wetter und Individuum können sich die Wanderbewegungen über einen längeren Zeitraum erstrecken.
Deshalb kann man im Spätsommer gleichzeitig bereits große Ansammlungen beobachten, während andere Tiere noch in ihren Brutgebieten unterwegs sind.
Der Vogelzug beginnt früher, als viele denken
Beim Begriff Vogelzug denken viele zunächst an Oktober und große Formationen von Kranichen oder Gänsen.
Tatsächlich beginnt die Reise für manche Arten deutlich früher.
Langstreckenzieher können bereits im August aufbrechen. Dazu zählen beispielsweise Schwalben sowie verschiedene Rohrsänger, Schnäpper und andere Singvögel.
Andere Arten folgen erst im September oder Oktober.
Der Herbstzug ist deshalb kein einzelnes Ereignis, sondern erstreckt sich über mehrere Monate.
Ende August befindet sich Deutschland bereits mitten in der ersten Phase dieses großen saisonalen Wechsels.
Mauersegler sind vielerorts schon verschwunden
Eine Vogelart macht sich sogar noch früher bemerkbar – allerdings gerade dadurch, dass sie plötzlich fehlt.
Mauersegler gehören zu den charakteristischen Sommergästen in Städten und Ortschaften. Ihre schrillen Rufe sind an warmen Sommerabenden kaum zu überhören.
Doch ihr Aufenthalt bei uns ist erstaunlich kurz.
Nach Angaben des NABU treffen Mauersegler normalerweise erst Ende April oder Anfang Mai ein und machen sich bereits Anfang August wieder auf den Weg nach Süden.
Wer sich Ende August fragt, warum die schnellen schwarzen Vögel plötzlich nicht mehr zwischen den Häusern hindurchschießen, hat deshalb wahrscheinlich genau diesen saisonalen Wechsel bemerkt.
Auch die Stare schließen sich zusammen
Bei Staren läuft das Ganze etwas anders.
Schon nach der ersten Brutzeit entstehen Gruppen aus Jungvögeln und nicht brütenden Tieren. Je näher der Herbst rückt, desto größer werden diese Verbände.
Der NABU beschreibt, dass die Schwärme im Laufe des Spätsommers zunehmend anwachsen und die Tiere später Richtung Süden ziehen.
Solche Schwärme können ausgesprochen beeindruckend werden.
Der LBV weist darauf hin, dass größere Starenverbände zum Ausruhen ebenfalls gerne Stromleitungen nutzen. Im weiteren Verlauf können sich daraus Ansammlungen mit mehreren Hundert Vögeln entwickeln.
Damit ist eine voll besetzte Stromleitung nicht zwangsläufig eine Gruppe Schwalben.
Es können auch Stare sein.
Woran erkennt man Schwalben auf der Stromleitung?
Aus größerer Entfernung ist die Bestimmung nicht immer einfach.
Rauchschwalben wirken schlank und besitzen lange, spitze Flügel. Besonders auffällig ist ihr gegabelter Schwanz mit den langen Schwanzspießen bei erwachsenen Tieren.
Stare wirken kompakter und kräftiger.
Auch ihr Verhalten unterscheidet sich.
Schwalben sind häufig lange in der Luft unterwegs und jagen dabei Insekten. Sitzen sie in großer Zahl auf einer Leitung, kann das deshalb besonders auffallen.
Stare wechseln dagegen häufig gemeinsam zwischen Futterplätzen und Sammel- beziehungsweise Schlafplätzen.
Ein Fernglas hilft bei der Unterscheidung erheblich.
Warum sitzen die Vögel ausgerechnet auf Stromleitungen?
Eine Stromleitung bietet aus Vogelsicht mehrere Vorteile.
Sie ist erhöht, relativ frei und bietet einen guten Überblick über die Umgebung.
Außerdem können zahlreiche Tiere gleichzeitig nebeneinander sitzen.
Für Arten, die sich in Gruppen sammeln, entsteht damit ein praktischer gemeinsamer Rastplatz.
Gerade in offenen Landschaften gibt es schließlich nicht überall Bäume oder andere geeignete Strukturen, auf denen sich Hunderte Tiere gleichzeitig niederlassen können.
Leitungen funktionieren deshalb gewissermaßen wie eine lange Sitzstange.
Warum bekommen die Vögel keinen Stromschlag?
Diese Frage liegt beim Anblick einer voll besetzten Leitung nahe.
Ein Vogel kann auf einem einzelnen stromführenden Leiter sitzen, ohne dass automatisch ein gefährlicher Strom durch seinen Körper fließt.
Problematisch wird es, wenn ein Tier gleichzeitig zwei Punkte mit unterschiedlichem elektrischem Potenzial berührt – beispielsweise unterschiedliche Leiter oder bestimmte Teile eines Strommastes.
Besonders für größere Vogelarten können Strommasten deshalb durchaus gefährlich sein.
Der NABU weist darauf hin, dass vor allem bestimmte Mittelspannungsmasten für Großvögel ein Risiko darstellen können. Auch Kollisionen mit Leitungen sind möglich.
Die einfache Vorstellung „Vögel sind gegen Strom immun“ wäre also falsch.
Für große Vögel können Leitungen gefährlich sein
Je größer die Spannweite eines Vogels ist, desto eher kann er beim Landen oder Starten unterschiedliche Bauteile gleichzeitig berühren.
Das betrifft beispielsweise Störche und andere Großvögel.
Hinzu kommt die Gefahr einer Kollision.
Dünne Leitungen können während des Fluges schlecht wahrgenommen werden. Der NABU beschreibt insbesondere Blitzableiterseile oberhalb stromführender Leitungen als mögliches Kollisionsrisiko.
Für die kleinen Vögel, die dicht nebeneinander auf einer einzelnen Leitung sitzen, besteht dagegen nicht automatisch eine Gefahr durch den elektrischen Strom.
Auch Störche bereiten sich bereits auf die Reise vor
Ende August ist nicht nur bei kleinen Zugvögeln Bewegung zu beobachten.
Auch bei Weißstörchen geht die Brutsaison zu Ende.
Der NABU berichtete am 13. August 2026, dass sich die Tiere auf ihre Reise in die Winterquartiere vorbereiten.
Jungstörche können bereits Mitte August aufbrechen. Bei älteren Tieren kann der Start später erfolgen.
Gerade im Hessischen Ried, wo Weißstörche inzwischen wieder häufig zu beobachten sind, können sich deshalb im Spätsommer Veränderungen bemerkbar machen.
Wer mehr über die Tiere in der Region wissen möchte, findet in unserem Beitrag über die Störche im Hessischen Ried weitere Hintergründe.
Warum sammeln sich Zugvögel überhaupt in Gruppen?
Eine größere Gruppe kann verschiedene Vorteile bieten.
Gemeinsam lassen sich beispielsweise Rast- und Nahrungsplätze nutzen. Bei manchen Arten erleichtert das Schwarmverhalten außerdem die Orientierung oder bietet Schutz gegenüber Fressfeinden.
Nicht jede Vogelart zieht allerdings in großen sichtbaren Schwärmen.
Das ist ein wichtiger Punkt.
Ein erheblicher Teil des Vogelzuges findet statt, ohne dass Menschen davon überhaupt etwas bemerken.
Manche Singvögel ziehen beispielsweise nachts und ruhen tagsüber in Bäumen und Sträuchern. Andere fliegen einzeln oder in kleinen Gruppen.
Die voll besetzte Stromleitung ist deshalb lediglich eine besonders sichtbare Form des Vogelzuges beziehungsweise seiner Vorbereitung.
Viele Zugvögel sind nachts unterwegs
Während wir tagsüber große Gruppen von Schwalben oder Staren beobachten können, spielt sich ein Teil des Vogelzuges über unseren Köpfen im Dunkeln ab.
Verschiedene Singvögel legen ihre Strecken überwiegend nachts zurück.
Tagsüber rasten sie und suchen nach Nahrung.
Das kann dazu führen, dass in einem Gebiet plötzlich ungewöhnlich viele Vögel auftauchen, die am nächsten Tag schon wieder verschwunden sind.
Der Vogelzug ist deshalb wesentlich umfangreicher, als die wenigen spektakulären Schwärme vermuten lassen.
Warum fliegen nicht alle Vögel gleichzeitig los?
Der richtige Zeitpunkt unterscheidet sich von Art zu Art.
Entscheidend ist unter anderem, welche Nahrung ein Vogel benötigt und wo sein Winterquartier liegt.
Langstreckenzieher müssen teilweise Tausende Kilometer zurücklegen. Sie beginnen deshalb oft früher.
Kurzstreckenzieher können länger in ihren Brutgebieten bleiben und reagieren teilweise stärker auf die tatsächlichen Wetterbedingungen.
Selbst innerhalb einer Art müssen nicht alle Tiere am selben Tag starten.
Beim Weißstorch beispielsweise können Jungvögel früher losziehen als viele Altvögel. Der NABU beschreibt, dass Jungstörche bereits Mitte August aufbrechen können.
Wissen die jungen Vögel überhaupt, wohin sie fliegen müssen?
Das ist eine der faszinierendsten Fragen beim Vogelzug.
Die Orientierung funktioniert je nach Vogelart unterschiedlich.
Vögel können unter anderem Landschaftsmerkmale, Sonnenstand, Sterne und das Magnetfeld der Erde zur Navigation nutzen.
Bei manchen Arten ist ein Teil des Zugverhaltens angeboren. Bei anderen spielen Erfahrungen und das Lernen von Artgenossen eine größere Rolle.
Ein Jungvogel muss deshalb nicht zwangsläufig bereits einmal in Afrika gewesen sein, um überhaupt die richtige Richtung einschlagen zu können.
Der Vogelzug gehört zu den erstaunlichsten Orientierungsleistungen in der Tierwelt.
Warum verschwinden die Vögel manchmal plötzlich von der Leitung?
Eine Leitung kann innerhalb weniger Minuten komplett anders aussehen.
Gerade bei Schwarmvögeln reicht der Start einiger Tiere aus, um Bewegung in die gesamte Gruppe zu bringen.
Plötzlich erheben sich Dutzende oder Hunderte Vögel nahezu gleichzeitig.
Bei großen Starenverbänden entstehen dabei teilweise spektakuläre Formationen.
Interessant ist, dass es dabei keinen einzelnen „Anführer“ geben muss. Beim Star orientieren sich die Tiere an ihren unmittelbaren Nachbarn und reagieren auf deren Bewegungen. Dadurch entstehen die synchron wirkenden Richtungswechsel eines ganzen Schwarms.
Werden die Schwärme im September noch größer?
Bei einigen Arten: ja.
Gerade Stare können sich im Verlauf des Spätsommers und Herbstes zu immer größeren Gruppen zusammenschließen.
Der NABU beschreibt, dass die Schwärme mit dem näher rückenden Herbst anwachsen.
Auch beim eigentlichen Vogelzug werden in den kommenden Wochen immer mehr Arten auffällig.
Im August starten zunächst zahlreiche Langstreckenzieher.
Im September kommen weitere Arten hinzu.
Später im Herbst folgen schließlich andere bekannte Zugvögel.
Das Schauspiel auf den Leitungen kann deshalb gewissermaßen als Vorbote einer viel größeren Bewegung am Himmel betrachtet werden.
Kraniche kommen deutlich später
Einen Vogel sollte man dabei zeitlich klar von den aktuellen Beobachtungen unterscheiden: den Kranich.
Die großen Kranichzüge gehören zu den spektakulärsten Naturereignissen des Herbstes. Für die Hauptphase ist Ende August aber noch zu früh.
Deshalb sollte eine Ansammlung kleiner Vögel auf einer Leitung nicht mit dem späteren Kranichzug in einen Topf geworfen werden.
Kraniche ziehen zudem in völlig anderer Formation.
Typisch sind große V-förmige beziehungsweise keilförmige Gruppen hoch am Himmel.
Für Südhessen wird dieses Thema erst später im Herbst richtig interessant.
Auch das Wetter beeinflusst den Vogelzug
Vögel starten ihre Reise nicht vollkommen unabhängig von den Bedingungen.
Windrichtung, Niederschlag und andere Wetterfaktoren können beeinflussen, wann eine Etappe begonnen oder unterbrochen wird.
Bei Weißstörchen spielt beispielsweise Thermik eine wichtige Rolle. Sonniges Wetter erzeugt warme Aufwinde, die die großen Vögel nutzen können, um energiesparend zu segeln.
Bei schlechtem Wetter können Zugvögel dagegen länger an einem Rastplatz bleiben.
Das erklärt mitunter, warum an einem Tag ungewöhnlich viele Tiere zu sehen sind und kurze Zeit später kaum noch welche.
Wo lässt sich das Phänomen in Südhessen beobachten?
Grundsätzlich überall dort, wo geeignete Vogelarten und entsprechende Leitungen zusammentreffen.
Besonders auffällig kann das Bild in offenen Landschaften sein.
Das Hessische Ried mit seinen Feldern und offenen Flächen bietet beispielsweise gute Möglichkeiten für Vogelbeobachtungen. Auch an Ortsrändern, über Wiesen und in landwirtschaftlich geprägten Gebieten können größere Gruppen auffallen.
Dabei sollte man nicht versuchen, möglichst nah an die Tiere heranzukommen.
Eine Stromleitung voller Vögel lässt sich aus einiger Entfernung ohnehin besser als Ganzes beobachten.
Fernglas statt Annäherung
Wer herausfinden möchte, welche Art dort eigentlich sitzt, ist mit einem Fernglas gut beraten.
Damit lassen sich Körperform, Gefieder und Schnabelform erkennen, ohne die Gruppe zu stören.
Bei Schwalben fällt insbesondere die schlanke Silhouette auf.
Stare wirken deutlich kompakter.
Fotos mit einem Teleobjektiv können ebenfalls bei der späteren Bestimmung helfen.
Auf keinen Fall sollte man Straßen betreten oder unter Strommasten klettern, um näher an eine Gruppe heranzukommen.
Ein sichtbares Zeichen für das Ende des Sommers
Die Natur hält sich nicht an den meteorologischen Herbstanfang am 1. September.
Viele saisonale Veränderungen haben längst begonnen.
Mauersegler verlassen Deutschland bereits Anfang August. Schwalben beginnen sich zu sammeln. Stare bilden größere Gruppen. Bei anderen Langstreckenziehern läuft der Herbstzug ebenfalls schon.
Die voll besetzten Stromleitungen sind deshalb eines dieser kleinen Naturphänomene, an denen sich der Wechsel der Jahreszeiten besonders gut erkennen lässt.
Während sich die Temperaturen noch sommerlich anfühlen können, laufen die Vorbereitungen auf den Herbst in der Vogelwelt bereits auf Hochtouren.
Vögel auf Stromleitungen: Das steckt hinter dem Phänomen
Wenn Ende August plötzlich zahlreiche Vögel auf Stromleitungen sitzen, kann dahinter also mehr stecken als eine zufällige Pause.
Bei Schwalben sind solche Ansammlungen ein typisches Verhalten vor dem Abflug. Stare schließen sich ebenfalls zu zunehmend größeren Schwärmen zusammen. Gleichzeitig befinden sich verschiedene Langstreckenzieher bereits auf dem Herbstzug.
In den kommenden Wochen wird sich dieses Schauspiel weiter verändern.
Einige Sommergäste verschwinden vollständig, andere Vogelarten ziehen durch die Region und wieder andere bilden immer größere Schwärme.
Wer in den nächsten Tagen eine scheinbar endlose Reihe kleiner Vögel auf einer Leitung entdeckt, beobachtet deshalb möglicherweise gerade einen der ersten sichtbaren Vorboten des Herbstes.
