Mondfinsternis über Südhessen: Am 28. August wird der Mond teilweise verdunkelt

Südhessen. Frühaufsteher können Ende August ein besonderes Schauspiel am Himmel beobachten. Am Freitag, 28. August 2026, findet eine partielle Mondfinsternis statt, die auch in Hessen sichtbar sein wird. Wer sie von Südhessen aus verfolgen möchte, muss allerdings früh aufstehen und einen geeigneten Standort finden.

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Besonders interessant wird es in den Stunden vor Sonnenaufgang. Die partielle Phase beginnt in der Region gegen 4.33 Uhr. Das Maximum der Finsternis wird gegen 6.12 Uhr erreicht. Zu diesem Zeitpunkt steht der Mond allerdings bereits sehr tief über dem Horizont.

Mondfinsternis Südhessen: Diese Uhrzeiten sind wichtig

Für Beobachter in Südhessen kann man sich an den Zeiten für den Raum Frankfurt orientieren. Die Unterschiede innerhalb der Region sind gering.

PhaseUhrzeit am 28. August
Beginn der Halbschattenphaseca. 3.23 Uhr
Beginn der partiellen Phaseca. 4.33 Uhr
Maximale Verdunkelungca. 6.12 Uhr
Monduntergangca. 6.42 Uhr

Die Halbschattenphase beginnt bereits gegen 3.23 Uhr. Anfangs ist die Veränderung allerdings nur schwer wahrzunehmen. Deutlich interessanter wird es ab etwa 4.33 Uhr, wenn der Kernschatten der Erde beginnt, einen Teil der Mondoberfläche zu verdunkeln.

Wer nicht mitten in der Nacht aufstehen möchte, sollte deshalb vor allem die Zeit zwischen etwa 5 und 6.15 Uhr im Blick behalten.

Warum ist das Maximum schwierig zu beobachten?

Das eigentliche Maximum klingt zunächst nach dem besten Beobachtungszeitpunkt. In Südhessen gibt es dabei allerdings ein Problem.

Gegen 6.12 Uhr steht der Mond nur noch wenige Grad über dem Horizont. Für den Raum Frankfurt wird eine Höhe von lediglich etwa 3,6 Grad angegeben. Gegen 6.42 Uhr geht der Mond schließlich unter.

Wer die Mondfinsternis in Südhessen beobachten möchte, braucht deshalb einen möglichst freien Blick nach Westsüdwesten.

Häuser, Bäume oder Hügel können den Mond in dieser Phase schnell verdecken. Ein Standort mit freiem Horizont ist wichtiger als ein besonders dunkler Beobachtungsplatz.

Wie stark wird der Mond verdunkelt?

Die Finsternis erreicht global eine Magnitude von rund 0,93. Sie bleibt trotzdem eine partielle Mondfinsternis. Der Mond wird also nicht vollständig in den Kernschatten der Erde eintreten.

Das bedeutet: Ein Teil der Mondscheibe bleibt außerhalb des Kernschattens.

Für Beobachter kann dadurch ein auffälliger Kontrast auf der Mondoberfläche entstehen. Der Erdschatten scheint sich im Laufe des Morgens immer weiter über den Mond zu schieben.

Eine totale Mondfinsternis, bei der sich der gesamte Mond deutlich rötlich verfärben kann, ist diesmal allerdings nicht zu erwarten.

Was passiert bei einer partiellen Mondfinsternis?

Eine Mondfinsternis kann nur entstehen, wenn Sonne, Erde und Mond entsprechend zueinander stehen.

Die Erde befindet sich dabei zwischen Sonne und Mond. Dadurch fällt ihr Schatten auf die Mondoberfläche.

Dieser Erdschatten besteht aus unterschiedlichen Bereichen. Im äußeren Halbschatten wird das Sonnenlicht nur teilweise abgeschirmt. Deshalb ist die Veränderung dort vergleichsweise unauffällig.

Deutlich sichtbarer wird die Finsternis, sobald der Mond in den Kernschatten der Erde eintritt.

Genau das geschieht am 28. August gegen 4.33 Uhr.

Muss man eine Schutzbrille tragen?

Nein.

Anders als bei einer Sonnenfinsternis kann eine Mondfinsternis problemlos mit bloßem Auge beobachtet werden.

Eine Sonnenfinsternisbrille ist nicht erforderlich. Sie wäre bei der Beobachtung des Mondes sogar hinderlich, weil sie fast das gesamte sichtbare Licht herausfiltert.

Auch ein Teleskop ist nicht notwendig.

Wer ein Fernglas besitzt, kann damit allerdings die Grenze zwischen beleuchtetem und verdunkeltem Bereich auf der Mondoberfläche genauer verfolgen.

Für die reine Beobachtung reicht das bloße Auge vollkommen aus.

Wo lässt sich die Mondfinsternis in Südhessen gut beobachten?

Anders als bei Sternschnuppen spielt Lichtverschmutzung bei einer hellen Mondfinsternis eine geringere Rolle.

Man muss also nicht zwingend weit aus Darmstadt, Bensheim, Heppenheim oder anderen Städten herausfahren.

Entscheidender ist der Horizont.

Da der Mond während der interessantesten Phase bereits tief steht, sollte der Blick nach Westsüdwesten möglichst frei sein.

Geeignet sind beispielsweise offene Landschaften und erhöhte Standorte, sofern sie öffentlich zugänglich sind und nachts beziehungsweise am frühen Morgen sicher erreicht werden können.

Im Odenwald können erhöhte Aussichtspunkte grundsätzlich interessant sein. Allerdings können Berge und Wald in der falschen Richtung den tief stehenden Mond auch früher verdecken.

Wer ohnehin gerne in der Region unterwegs ist, findet in unserem Überblick auch die schönsten Wanderungen im Odenwald.

Warum sieht man die Finsternis nicht bis zum Ende?

Die Mondfinsternis endet weltweit nicht mit dem Monduntergang in Südhessen.

Die partielle Phase läuft weiter, während der Mond bei uns bereits unter dem Horizont verschwunden ist. Das astronomische Ereignis dauert also länger, als wir es von Hessen aus beobachten können.

Für Deutschland ist deshalb vor allem der erste Teil der Finsternis sichtbar. Hessen gehört zu den Bundesländern, in denen das Ereignis beobachtet werden kann.

Das macht die Situation etwas ungewöhnlich: Je stärker die Verdunkelung wird, desto näher kommt gleichzeitig der Mond dem Horizont.

Wann sollte man aufstehen?

Wer möglichst viel von der Finsternis sehen möchte, sollte bereits gegen 4.20 Uhr einen geeigneten Beobachtungsplatz erreicht haben.

Kurz danach beginnt der sichtbar interessantere Teil des Ereignisses.

Wer dagegen nur die stärkere Verdunkelung sehen möchte, kann später nach draußen gehen. Ab etwa 5 Uhr bleibt noch mehr als eine Stunde bis zum Maximum.

Allerdings wird der Mond während dieser Zeit kontinuierlich tiefer stehen.

Wer erst kurz vor 6 Uhr mit der Beobachtung beginnt, benötigt deshalb besonders freie Sicht in Richtung Westsüdwesten.

Das Wetter entscheidet erst kurzfristig

Ob die Mondfinsternis tatsächlich über Südhessen zu sehen sein wird, hängt letztlich von der Bewölkung ab.

Selbst eine dünne Wolkendecke kann die Beobachtung erschweren. Bei einer geschlossenen Wolkendecke bleibt das Ereignis vollständig verborgen.

Eine belastbare Wetterprognose für die frühen Morgenstunden des 28. August ist erst deutlich näher am Termin möglich.

Wer die Finsternis sehen möchte, sollte deshalb am Abend des 27. August beziehungsweise kurz vor der Beobachtung noch einmal die aktuelle Bewölkung prüfen.

Gerade weil der Mond tief am Horizont steht, können auch Wolken in größerer Entfernung die Sicht beeinträchtigen.

Zweites großes Himmelsereignis innerhalb weniger Wochen

Für Himmelsbeobachter ist der August 2026 besonders ereignisreich.

Erst erreichten die Perseiden ihren jährlichen Höhepunkt. Wer noch einmal nachlesen möchte, wann und warum die Sternschnuppen über der Region auftreten, findet alle Informationen in unserem Artikel über die Perseiden und Sternschnuppen über Südhessen.

Nur gut zwei Wochen später folgt nun die Mondfinsternis.

Anders als bei den Perseiden muss man dabei allerdings nicht darauf warten, dass zufällig eine Leuchtspur am Himmel erscheint. Der Verlauf einer Mondfinsternis lässt sich auf die Minute genau berechnen.

Fotografieren ist auch mit dem Smartphone möglich

Eine Mondfinsternis zu fotografieren ist schwieriger, als sie mit bloßem Auge zu beobachten.

Smartphones stellen den Mond häufig lediglich als kleinen hellen Punkt dar. Ein starker digitaler Zoom verbessert die Bildqualität meist nicht.

Hilfreich ist es, das Smartphone möglichst ruhig zu halten oder auf einem kleinen Stativ zu befestigen.

Interessante Bilder können gerade entstehen, wenn der tief stehende Mond zusammen mit der Landschaft aufgenommen wird. Bäume, Kirchtürme oder andere markante Punkte am Horizont können einen Größenvergleich schaffen.

Dabei sollte man aber nicht erwarten, mit einem Smartphone dieselben Detailaufnahmen zu erhalten wie mit einer Kamera und langem Teleobjektiv.

Nach der Mondfinsternis kommen weitere Himmelsereignisse

Auch nach dem 28. August bleibt 2026 für Himmelsbeobachter interessant.

Im Oktober folgen unter anderem die Orioniden. Im November stehen Leoniden und ein Supermond im Kalender. Mitte Dezember erreichen schließlich die Geminiden ihren Höhepunkt.

Die Mondfinsternis ist damit keineswegs das letzte interessante Ereignis des Jahres.

Für Südhessen ist sie aber eines der nächsten, das ohne besondere Ausrüstung beobachtet werden kann.

Früh aufstehen kann sich am 28. August lohnen

Wer die Mondfinsternis in Südhessen sehen möchte, sollte sich den frühen Morgen des 28. August vormerken.

Die Halbschattenphase beginnt gegen 3.23 Uhr, die partielle Phase gegen 4.33 Uhr. Das Maximum wird gegen 6.12 Uhr erreicht. Kurz darauf verschwindet der Mond unter dem Horizont.

Die beste Strategie ist deshalb einfach: früh genug aufstehen, einen Standort mit möglichst freiem Blick nach Westsüdwesten suchen und kurz vorher die Bewölkung kontrollieren.

Wenn das Wetter mitspielt, lässt sich das Ereignis ohne Teleskop und ohne besondere Schutzausrüstung beobachten.

Häufig gestellte Fragen

1 Kommentar zu „Mondfinsternis über Südhessen: Am 28. August wird der Mond teilweise verdunkelt“

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