Südhessen. Für Hobbyastronomen und alle, die gerne in den Nachthimmel blicken, gehört der August zu den schönsten Monaten des Jahres. Dann ziehen wieder die Perseiden über Deutschland und sorgen für zahlreiche Sternschnuppen. Auch über Südhessen stehen die Chancen gut, das Naturschauspiel zu beobachten.
Quelle: Bild von UnsplashDer Meteorstrom ist jedes Jahr zwischen Mitte Juli und Ende August aktiv. Seinen Höhepunkt erreicht er in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Unter idealen Bedingungen können dann bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar werden.
Die besten Chancen bestehen in der Nacht vom 12. auf den 13. August
Wer möglichst viele Sternschnuppen sehen möchte, sollte sich die Nacht vom Mittwoch, 12. August, auf Donnerstag, 13. August, vormerken.
Besonders lohnend wird die Beobachtung in den Stunden nach Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden. Dann steht der sogenannte Radiant, also der Punkt, aus dem die Perseiden scheinbar kommen, höher am Himmel. Die Sternschnuppen können allerdings überall am Himmel auftauchen und nicht nur in Richtung des Sternbilds Perseus.
Wo lassen sich die Perseiden in Südhessen am besten beobachten?
Je dunkler der Himmel, desto größer sind die Chancen auf viele Sternschnuppen.
Besonders geeignet sind deshalb Orte außerhalb größerer Städte. Gute Bedingungen bieten beispielsweise freie Flächen im Hessischen Ried, Anhöhen entlang der Bergstraße oder höher gelegene Bereiche des Odenwaldes. Wichtig ist ein möglichst ungestörter Blick auf den Himmel und wenig künstliches Licht.
Auch wer kein Teleskop besitzt, kann die Perseiden problemlos beobachten. Das Naturschauspiel ist mit bloßem Auge sogar besser zu sehen, da sich die Sternschnuppen über den gesamten Himmel verteilen.
Passend dazu: Warum die Bergstraße mit ihrem besonderen Klima als Deutschlands Frühlingsgarten gilt, erfahren Sie in unserem Hintergrundartikel „Warum die Bergstraße als Deutschlands Frühlingsgarten gilt“.
Was sind die Perseiden eigentlich?
Bei den Perseiden handelt es sich um einen der bekanntesten Meteorströme des Jahres. Die Erde durchquert dabei die Staubspur des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Die winzigen Staub- und Gesteinsteilchen dringen mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre ein und verglühen. Das helle Leuchten am Himmel nehmen wir als Sternschnuppen wahr.
Der Name „Perseiden“ geht auf das Sternbild Perseus zurück. Von dort scheinen die Meteore auszugehen, auch wenn sie tatsächlich an vielen verschiedenen Stellen des Himmels sichtbar werden.
Das Wetter entscheidet über die Sicht
Neben möglichst geringer Lichtverschmutzung spielt das Wetter eine entscheidende Rolle. Schon eine geschlossene Wolkendecke kann den Blick auf die Sternschnuppen verhindern.
Wer das Himmelsspektakel beobachten möchte, sollte deshalb kurz vorher noch einmal die Wettervorhersage prüfen und möglichst einen klaren Standort wählen.
Geduld zahlt sich aus
Astronomen empfehlen, den Augen etwa 20 bis 30 Minuten Zeit zu geben, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Auf helle Smartphone-Bildschirme oder Taschenlampen sollte möglichst verzichtet werden, da sich die Augen sonst erneut an das Licht anpassen müssen.
Wer etwas Geduld mitbringt, wird oft mit besonders hellen Sternschnuppen belohnt. Manche hinterlassen sogar leuchtende Spuren, die noch einige Sekunden am Himmel sichtbar bleiben.
