Odenwald. Ein tiefes Röhren aus dem Wald, das teilweise über große Entfernung zu hören ist: Im September beginnt im Odenwald eines der eindrucksvollsten Naturereignisse des Herbstes. Während der Hirschbrunft konkurrieren männliche Rothirsche um die Weibchen und machen ihre Anwesenheit mit weithin hörbaren Brunftschreien deutlich.
Quelle: Bild von UnsplashWer das Schauspiel erleben möchte, muss allerdings weder mitten in der Nacht durch den Wald laufen noch den Tieren möglichst nahekommen. Im Gegenteil: Gerade während der Brunft ist Abstand wichtig. Wann die Hirschbrunft im Odenwald beginnt, zu welcher Uhrzeit die Chancen auf das Röhren besonders gut stehen und warum das Wetter eine Rolle spielt, erklären wir im Überblick.
Hirschbrunft im Odenwald: Wann beginnt sie?
Die Brunft der Rothirsche beginnt in Mitteleuropa üblicherweise Anfang September und dauert ungefähr fünf bis sechs Wochen. HessenForst nennt für Rotwild als typische Brunftzeit etwa Mitte September bis Mitte Oktober.
Damit können die ersten Brunftaktivitäten bereits Anfang September auftreten. Besonders interessant werden für Naturbeobachter erfahrungsgemäß die Wochen ab Mitte September.
Einen exakten Starttag gibt es allerdings nicht. Die Brunft ist ein natürliches Ereignis und kein Termin im Kalender.
Witterung und Temperaturen können beeinflussen, wie deutlich die Tiere wahrgenommen werden.
| Zeitraum | Was zu erwarten ist |
| Ende August | meist noch vor der eigentlichen Brunft |
| Anfang September | erste Brunftaktivitäten möglich |
| Mitte September | Brunft wird deutlich intensiver |
| zweite Septemberhälfte | besonders interessante Phase |
| Anfang Oktober | Brunft kann weiter andauern |
| Mitte Oktober | Brunft klingt zunehmend ab |
Wer speziell wegen des Hirschröhrens in den Odenwald möchte, hat daher im September bis in den frühen Oktober hinein die besten Voraussetzungen.
Warum röhren die Hirsche überhaupt?
Das berühmte Röhren gehört zum Konkurrenzkampf der männlichen Rothirsche.
Im Frühjahr und Sommer leben männliche und weibliche Tiere weitgehend in getrennten Rudeln. Mit Beginn der Brunft ziehen fortpflanzungsfähige Hirsche zu den traditionellen Brunftplätzen der Weibchen.
Dort beginnt der Konkurrenzkampf.
Der sogenannte Platzhirsch versucht, ein Rudel von Hirschkühen zusammenzuhalten und andere männliche Tiere fernzuhalten.
Das Röhren erfüllt dabei eine wichtige Funktion. Es signalisiert anderen Hirschen Präsenz und Stärke. Ein schwächerer Konkurrent kann dadurch bereits abgeschreckt werden, ohne dass es überhaupt zu einem körperlichen Kampf kommt.
Das ist sinnvoll, denn ein Kampf mit den großen Geweihen birgt auch für kräftige Tiere ein erhebliches Verletzungsrisiko.
Wann hört man die Hirsche am besten?
Wer die Hirschbrunft im Odenwald akustisch erleben möchte, sollte vor allem zwei Tageszeiten im Blick behalten:
früher Morgen und Abend.
HessenForst weist darauf hin, dass Rothirsche während der Brunft insbesondere in den Morgen- und Abendstunden wahrgenommen werden können. Bei günstiger, kühler Witterung kann sich das Geschehen über den gesamten September und teilweise bis in den Oktober ziehen.
Für Besucher bedeutet das: Ein Spaziergang zur Mittagszeit ist nicht unbedingt der beste Zeitpunkt, wenn das Ziel speziell das Hirschröhren ist.
Interessanter sind die Stunden rund um die Dämmerung.
Kühle Septemberabende sind besonders interessant
Auch das Wetter spielt eine Rolle.
Kühle Witterung begünstigt die Wahrnehmung der Brunftaktivität. HessenForst nennt ausdrücklich günstige, kühle Bedingungen im Zusammenhang mit der Brunft.
Deshalb können ruhige und kühlere Septemberabende besonders interessant sein.
An warmen Tagen bedeutet fehlendes Röhren dagegen nicht automatisch, dass die Brunft noch nicht begonnen hat.
Die Tiere sind Wildtiere und ihr Verhalten lässt sich nicht minutengenau vorhersagen.
Wer beim ersten Versuch nichts hört, hat deshalb nicht zwangsläufig den falschen Ort gewählt.
Wo gibt es überhaupt Rothirsche im Odenwald?
Hier wird das Thema regional besonders interessant.
Der Odenwald besitzt ein eigenes, länderübergreifendes Rotwildgebiet. Dieses umfasst insgesamt rund 46.600 Hektar. Davon liegen etwa 24.000 Hektar in Hessen, rund 17.000 Hektar in Baden-Württemberg und etwa 5.600 Hektar in Bayern.
Das Gebiet erstreckt sich damit über Landesgrenzen hinweg.
Auf hessischer Seite gehören insbesondere Waldgebiete im südlichen Odenwald dazu. Offizielle hessische Geodaten weisen beispielsweise Jagdbezirke rund um Oberzent und Beerfelden ausdrücklich als Rotwildgebiet aus.
Auch HessenForst bestätigt für den Bereich des Forstamts Michelstadt Rotwildvorkommen. Das Forstamt betreut Waldflächen zwischen Gersprenztal, Mümlingtal und der bayerischen Grenze im südlichen Odenwald.
Wo kann man die Hirschbrunft im Odenwald hören?
Eine genaue Liste einzelner Brunftplätze wäre keine gute Idee.
Rothirsche reagieren empfindlich auf Störungen. Gerade während der Paarungszeit sollten Besucher deshalb nicht versuchen, bekannte Brunftplätze auf eigene Faust aufzusuchen.
Als grobe Orientierung ist der südliche Odenwald rund um Oberzent und Beerfelden deutlich geeigneter als beliebige Wälder an der Bergstraße. Dort befinden sich nachweislich Bereiche des hessischen Rotwildgebietes.
Das bedeutet allerdings nicht, dass an jedem Waldweg Rothirsche zu hören sind.
Rotwild nutzt große Gebiete und bewegt sich zwischen verschiedenen Einständen, Äsungsflächen und Brunftplätzen.
Warum man nicht quer durch den Wald laufen sollte
Wer das Röhren hört, könnte versucht sein, dem Geräusch zu folgen.
Genau das sollte man vermeiden.
Rothirsche werden durch menschliche Störungen in ihrem natürlichen Verhalten beeinträchtigt. Die Deutsche Wildtier Stiftung weist ausdrücklich darauf hin, dass häufige Störungen dazu führen können, dass Rothirsche ihren natürlichen Verhaltensweisen nicht mehr ungestört nachgehen können.
Deshalb gilt während der Hirschbrunft besonders:
- auf vorhandenen Wegen bleiben
- Abstand zu den Tieren halten
- nicht in Richtung der Brunftplätze laufen
- Hunde unter Kontrolle halten
- keine Tiere mit Licht anstrahlen
- nicht versuchen, Hirsche für Fotos anzulocken
- ruhig verhalten und Lärm vermeiden
Der bessere Ansatz lautet: hören statt hinterherlaufen.
Kann man einen röhrenden Hirsch auch sehen?
Das ist möglich, aber deutlich schwieriger als ihn zu hören.
Rothirsche halten sich häufig in deckungsreichen Bereichen auf. Außerdem sind sie gerade in stark frequentierten Landschaften vorsichtig gegenüber Menschen.
Das charakteristische Röhren kann dagegen über größere Entfernung wahrgenommen werden.
Für Naturbeobachter ist das sogar ein Vorteil: Man kann die Hirschbrunft erleben, ohne unmittelbar neben den Tieren zu stehen.
Ein Fernglas ist deshalb sinnvoller als der Versuch, sich möglichst weit an ein Rudel heranzuschleichen.
Was passiert, wenn zwei Hirsche aufeinandertreffen?
Das Röhren ist gewissermaßen die erste Stufe des Kräftemessens.
Treffen ähnlich starke Konkurrenten aufeinander, folgt zunächst Imponierverhalten. Die Hirsche können parallel zueinander laufen und ihre körperliche Stärke demonstrieren.
Erst wenn keiner der beiden nachgibt, kann es tatsächlich zum Kampf kommen. Dann treffen die Tiere mit ihren Geweihen frontal aufeinander und versuchen, den Konkurrenten zurückzudrängen.
Viele Auseinandersetzungen lassen sich jedoch bereits vorher entscheiden.
Das laute Röhren ist damit nicht bloß ein ungewöhnliches Geräusch, sondern Teil eines komplexen Konkurrenzverhaltens.
Was ist eigentlich ein Platzhirsch?
Der Ausdruck wird auch im Alltag verwendet, stammt aber tatsächlich aus dem Verhalten der Rothirsche.
Ein kräftiger männlicher Hirsch versucht während der Brunft, die Kontrolle über ein Rudel von Weibchen zu übernehmen.
Gelingt ihm das, wird er zum Platzhirsch.
Er muss seine Position anschließend gegenüber Konkurrenten verteidigen. Das kostet enorm viel Energie.
HessenForst zufolge nehmen die Hirsche während dieser anstrengenden Zeit kaum Nahrung auf und können zehn bis 20 Prozent ihres Körpergewichts verlieren.
Die Brunft ist für die Tiere deshalb körperlich deutlich anstrengender, als das gelegentliche Röhren vermuten lässt.
Wie groß wird ein Rothirsch?
Rothirsche gehören zu den beeindruckendsten Wildtieren unserer Wälder.
HessenForst gibt für männliche Rothirsche ein Gewicht von ungefähr 100 bis 250 Kilogramm und eine Schulterhöhe von rund 125 Zentimetern an.
Besonders auffällig ist das Geweih.
Nur die männlichen Tiere tragen eines. Es wird jedes Jahr abgeworfen und anschließend neu aufgebaut. Das Wachstum dauert nur wenige Monate.
Während der Brunft dient das Geweih schließlich sowohl zum Imponieren als auch als Kampfwaffe.
Sind Rothirsche für Wanderer gefährlich?
Normalerweise versuchen Wildtiere, Menschen aus dem Weg zu gehen.
Während der Brunft sollte man einem Rothirsch allerdings erst recht nicht nahekommen.
Ein ausgewachsener Hirsch ist ein großes, kräftiges Wildtier und trägt ein Geweih. Besonders problematisch wird es, wenn Menschen versuchen, Tiere zu bedrängen, für Fotos näher heranzugehen oder ihnen den Rückzugsweg abzuschneiden.
Wer einen Hirsch sieht, sollte deshalb Abstand halten und das Tier nicht verfolgen.
Das gilt umso mehr, wenn mehrere Tiere zusammenstehen oder Brunftverhalten erkennbar ist.
Hunde während der Hirschbrunft besonders im Blick behalten
Auch Hundehalter sollten im September im Rotwildgebiet aufmerksam sein.
Ein frei laufender Hund kann Wildtiere aufscheuchen oder verfolgen. Während der Brunft ist das besonders störend.
Hunde sollten deshalb zuverlässig unter Kontrolle bleiben und in sensiblen Bereichen besser an der Leine geführt werden.
Das schützt nicht nur die Wildtiere.
Auch für den Hund ist eine direkte Begegnung mit einem ausgewachsenen Rothirsch keine Situation, die provoziert werden sollte.
Warum hört man die Brunft nicht überall im Odenwald?
Der Odenwald ist groß – das ausgewiesene Rotwildgebiet umfasst jedoch nur einen Teil davon.
Wer beispielsweise irgendwo zwischen Darmstadt, Bergstraße und Vorderem Odenwald in den Wald geht, kann deshalb nicht automatisch damit rechnen, Rothirsche zu hören.
Das eigentliche Rotwildgebiet Odenwald liegt weiter südlich und erstreckt sich über Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Auf hessischer Seite gehören insbesondere Teile des südlichen Odenwaldes dazu.
Hinzu kommt: Selbst innerhalb des Rotwildgebietes sind die Tiere nicht gleichmäßig verteilt.
Deshalb sollte ein erfolgloser Abend nicht überraschen.
Das Rotwildgebiet reicht über drei Bundesländer
Eine Besonderheit des Odenwaldes ist die Lage des Rotwildgebietes.
Von seinen rund 46.600 Hektar entfallen mehr als die Hälfte auf Hessen. Weitere Flächen liegen in Baden-Württemberg und Bayern.
Im Süden bildet der Neckar zwischen Hirschhorn und Neckargerach einen Teil der Begrenzung. Im Westen reicht das Gebiet in Richtung Wald-Michelbach beziehungsweise Ulfental. Im Norden verläuft die Abgrenzung unter anderem südlich von Erbach.
Damit ist die Hirschbrunft tatsächlich ein Naturereignis, das sich sehr gut mit dem südlichen Odenwald verbinden lässt.
Ein Fernglas ist sinnvoller als eine Taschenlampe
Wer während der Brunft unterwegs ist, braucht keine besondere Ausrüstung.
Festes Schuhwerk und der Witterung angepasste Kleidung reichen für einen normalen Spaziergang aus.
Ein Fernglas kann helfen, Tiere aus größerer Entfernung zu beobachten.
Auf starkes Anleuchten sollte dagegen verzichtet werden. Gerade in der Dämmerung sollte das Ziel nicht darin bestehen, Tiere mit Taschenlampen aufzuspüren.
Wer abends unterwegs ist, benötigt natürlich trotzdem Licht für den sicheren Rückweg. Dieses sollte aber auf den Weg und nicht gezielt auf Wildtiere gerichtet werden.
Geführte Touren sind die bessere Möglichkeit
Wer die Hirschbrunft gezielt erleben möchte, ist mit einer fachkundig geführten Veranstaltung besser beraten als mit der Suche nach Brunftplätzen auf eigene Faust.
Förster, Wildparkführer und andere Fachleute können das Verhalten der Tiere erklären und gleichzeitig darauf achten, dass sie nicht unnötig gestört werden.
Dass der September dafür die richtige Zeit ist, zeigt auch HessenForst: Für den 11. September 2026 ist beispielsweise im Wildpark Alte Fasanerie in Hanau eine spezielle Brunftführung zum Rotwild angekündigt. Dort sollen Röhren, Imponierverhalten und mit etwas Glück auch Rivalenkämpfe beobachtet werden können.
Das liegt zwar nicht im Odenwald, zeigt aber, dass die Brunftsaison in Hessen bereits im September beginnt.
Lässt sich die Hirschbrunft mit einer Wanderung verbinden?
Grundsätzlich ja – allerdings sollte die Wanderung das eigentliche Naturerlebnis bleiben.
Wer tagsüber im Odenwald unterwegs ist und anschließend am frühen Abend noch eine ruhige Runde auf öffentlichen Wegen unternimmt, kann mit etwas Glück das Röhren hören.
Für die Planung eignen sich unsere schönsten Wanderungen im Odenwald als Ausgangspunkt. Dabei sollte allerdings nicht jede Wanderroute automatisch als geeignetes Rotwildgebiet verstanden werden.
Gerade im südlichen Odenwald lohnt es sich zudem, Hinweise vor Ort zu beachten. Sind Wege zeitweise gesperrt oder werden Besucher gebeten, bestimmte Bereiche nicht zu betreten, sollte man sich daran halten.
September ist im Odenwald auch Pilzzeit
Die Hirschbrunft fällt in eine Jahreszeit, in der sich im Wald ohnehin einiges verändert.
Die Tage werden kürzer, die Nächte kühler und nach ausreichenden Niederschlägen beginnt für zahlreiche Pilzarten eine interessante Phase.
Wer im Herbst draußen unterwegs ist, findet in unserem Überblick zur Pilzsaison in Südhessen Informationen dazu, wann die Chancen auf Pilzfunde besonders gut stehen und welche Regeln beim Sammeln zu beachten sind.
Dabei gilt ebenso wie bei der Hirschbeobachtung: Schutzgebiete, lokale Vorschriften und sensible Bereiche sollten respektiert werden.
Warum die Hirschbrunft jedes Jahr zu einer anderen Zeit wirken kann
Obwohl die Paarungszeit jedes Jahr ungefähr in denselben Zeitraum fällt, kann sie von Beobachtern sehr unterschiedlich wahrgenommen werden.
Ein kühler Abend mit vielen hörbaren Brunftschreien vermittelt schnell den Eindruck, die Brunft sei auf ihrem Höhepunkt.
An einem anderen Abend kann derselbe Wald dagegen beinahe vollkommen ruhig wirken.
Das bedeutet nicht, dass die Tiere verschwunden sind.
Wetter, Standort, Tageszeit und die aktuelle Verteilung des Rotwildes beeinflussen, wie viel Besucher tatsächlich mitbekommen.
Deshalb lässt sich für 2026 zwar ein gutes Zeitfenster, aber kein garantiertes Datum für besonders starkes Hirschröhren nennen.
Hirschbrunft im Odenwald: Diese Wochen sind besonders interessant
Wer das Naturereignis erleben möchte, sollte sich vor allem den September vormerken.
Die Paarungszeit beginnt in Mitteleuropa gewöhnlich Anfang September und dauert mehrere Wochen. HessenForst nennt Mitte September bis Mitte Oktober als Brunftzeit und weist darauf hin, dass das Röhren bei geeigneter Witterung den ganzen September und teilweise bis in den Oktober wahrgenommen werden kann.
Für einen Ausflug würde ich deshalb grob folgende Orientierung verwenden:
Anfang September: erste Chancen
Mitte September: deutlich interessanter
zweite Septemberhälfte: sehr gute Phase
Anfang Oktober: weiterhin möglich
Mitte Oktober: zunehmend spätes Zeitfenster
Eine Garantie gibt es in freier Natur allerdings nie.
Warum sich ein Ausflug trotzdem lohnt
Die Hirschbrunft ist eines dieser Naturereignisse, bei denen man nicht unbedingt etwas sehen muss, damit der Ausflug in Erinnerung bleibt.
Ein röhrender Rothirsch kann aus einiger Entfernung gehört werden. Gerade an einem ruhigen Septemberabend entsteht dadurch eine ungewöhnliche Geräuschkulisse im Wald.
Wer ohnehin gerne draußen unterwegs ist, kann die Brunft deshalb als zusätzlichen Anlass für einen Herbstspaziergang betrachten – ohne den Anspruch, unbedingt einen Hirsch aus nächster Nähe fotografieren zu müssen.
Weitere Ziele für einen Ausflug in der Region haben wir außerdem in unseren Ausflugstipps in Südhessen zusammengestellt.
Rücksicht ist wichtiger als das perfekte Foto
Die Hirschbrunft im Odenwald 2026 beginnt im September und kann sich bis in den Oktober ziehen. Besonders gute Chancen, das charakteristische Röhren wahrzunehmen, bestehen in den Morgen- und Abendstunden und bei kühler Witterung.
Im südlichen Odenwald gibt es ein großes, länderübergreifendes Rotwildgebiet. Besucher sollten daraus jedoch keine Einladung ableiten, selbst nach Brunftplätzen zu suchen.
Wer auf den Wegen bleibt, Abstand hält und ruhig beobachtet, kann das Naturschauspiel erleben, ohne die Tiere unnötig zu stören.
Und manchmal reicht schon das tiefe Röhren aus einem entfernten Waldstück, um zu wissen: Die Brunft hat begonnen.
