Eine Stunde länger schlafen, zumindest auf dem Papier. Im Oktober 2026 endet in Deutschland wieder die Sommerzeit. In der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober 2026, werden die Uhren auf Winterzeit beziehungsweise Normalzeit zurückgestellt.
Quelle: Bild von UnsplashUm 03:00 Uhr werden die Uhren auf 02:00 Uhr zurückgedreht.
Die Nacht ist dadurch eine Stunde länger. Gleichzeitig wird es abends nach der Umstellung deutlich früher dunkel.
Doch warum findet die Zeitumstellung überhaupt noch statt? Welche Uhren stellen sich automatisch um? Und wann wird 2027 wieder an der Uhr gedreht?
Zeitumstellung 2026: Das Wichtigste auf einen Blick
| Frage | Antwort |
| Wann ist die Zeitumstellung? | Sonntag, 25. Oktober 2026 |
| Wird vor- oder zurückgestellt? | Zurück |
| Wann wird umgestellt? | Um 03:00 Uhr |
| Auf welche Uhrzeit? | Auf 02:00 Uhr |
| Wird die Nacht länger oder kürzer? | Eine Stunde länger |
| Welche Zeit gilt danach? | Mitteleuropäische Zeit (MEZ) |
| Wann beginnt die Sommerzeit 2027? | Sonntag, 28. März 2027 |
Wann ist die Zeitumstellung 2026?
Die Umstellung von Sommerzeit auf Normalzeit findet 2026 in der Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober statt.
Um Punkt 03:00 Uhr wird die Uhr um eine Stunde auf 02:00 Uhr zurückgestellt.
Die Stunde zwischen 02:00 und 03:00 Uhr gibt es in dieser Nacht deshalb zweimal.
Für die meisten Menschen bedeutet das zunächst: Sie können am Sonntag theoretisch eine Stunde länger schlafen.
Wird die Uhr vor- oder zurückgestellt?
Im Herbst wird die Uhr zurückgestellt.
Wer sich jedes Jahr aufs Neue fragt, in welche Richtung die Zeiger gedreht werden müssen, kann sich eine einfache Eselsbrücke merken:
Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor das Haus.
Im Herbst stellt man sie wieder zurück.
Eine weitere Möglichkeit:
Im Frühjahr verliert man eine Stunde, im Herbst bekommt man sie zurück.
Warum findet die Zeitumstellung immer sonntags statt?
Die Sommerzeit endet in der Europäischen Union am letzten Sonntag im Oktober.
2026 fällt dieser auf den 25. Oktober.
Die Umstellung erfolgt nachts, weil zu dieser Uhrzeit vergleichsweise wenige Menschen unterwegs sind und weniger Verkehr sowie wirtschaftliche Abläufe betroffen sind.
Deutschland wechselt dabei von der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) zurück zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ).
Umgangssprachlich wird häufig von der Umstellung auf „Winterzeit“ gesprochen.
Genauer ist allerdings der Begriff Normalzeit beziehungsweise Mitteleuropäische Zeit.
Wird es nach der Zeitumstellung früher dunkel?
Ja.
Durch die zurückgestellte Uhr verschiebt sich das Tageslicht auf der Uhrzeit deutlich.
Bereits am Sonntag nach der Zeitumstellung wird es nach der angezeigten Uhrzeit ungefähr eine Stunde früher dunkel als am Vortag.
Dafür wird es morgens nach der Uhr zunächst früher hell.
Gerade Ende Oktober ist der Unterschied besonders auffällig, weil die Tage ohnehin schnell kürzer werden.
Bis zur Wintersonnenwende im Dezember nimmt die Tageslänge weiter ab.
Welche Uhren stellen sich automatisch um?
Bei vielen Geräten müssen Verbraucher inzwischen überhaupt nichts mehr machen.
Smartphones, Computer, Tablets und viele Smartwatches beziehen die Uhrzeit automatisch und wechseln selbstständig von Sommer- auf Normalzeit.
Auch Funkuhren stellen sich in der Regel automatisch um.
Anders sieht es häufig bei klassischen Wand- und Armbanduhren aus.
Auch Backöfen, Mikrowellen, ältere Radiowecker und Uhren in älteren Autos müssen teilweise weiterhin von Hand eingestellt werden.
Wer am Sonntagmorgen plötzlich unterschiedliche Uhrzeiten in der Wohnung sieht, sollte deshalb zunächst prüfen, welches Gerät sich automatisch umgestellt hat.
Was passiert mit Weckern auf dem Smartphone?
Bei Smartphones erfolgt die Zeitumstellung normalerweise automatisch, sofern Datum, Uhrzeit und Zeitzone automatisch eingestellt werden.
Ein beispielsweise auf 07:00 Uhr gestellter Wecker klingelt deshalb auch nach der Zeitumstellung um 07:00 Uhr neuer Zeit.
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann am Vorabend kontrollieren, ob die automatische Zeiteinstellung des Geräts aktiviert ist.
Besonders relevant kann das sein, wenn am Sonntagmorgen ein Flug, eine Zugfahrt oder ein anderer wichtiger Termin ansteht.
Was passiert bei Zugfahrten während der Zeitumstellung?
Die doppelte Stunde kann bei Nachtverbindungen eine Besonderheit darstellen.
Züge, die während der Zeitumstellung unterwegs sind, müssen ihre Fahrpläne mit dem Wechsel von Sommer- auf Normalzeit in Einklang bringen.
Für Reisende gilt deshalb vor allem: Bei Nachtfahrten rund um die Zeitumstellung sollte die konkrete Verbindung in der Fahrplanauskunft überprüft werden.
Wer am frühen Sonntagmorgen unterwegs ist, sollte außerdem darauf achten, ob eine angegebene Abfahrtszeit bereits nach der neuen Uhrzeit gilt.
Was bedeutet die Zeitumstellung für Nachtschichten?
Während die zusätzliche Stunde für viele Menschen einfach eine längere Nacht bedeutet, kann sie für Beschäftigte im Nachtdienst tatsächlich eine längere Arbeitszeit verursachen.
Denn die Stunde zwischen 02:00 und 03:00 Uhr findet zweimal statt.
Wie mit dieser zusätzlichen Arbeitszeit umgegangen wird, hängt unter anderem von Arbeitsvertrag, Tarifvertrag und den jeweiligen betrieblichen Regelungen ab.
Beschäftigte im Schichtdienst sollten deshalb die Regelung ihres Arbeitgebers beachten.
Warum gibt es die Zeitumstellung überhaupt?
Die heutige europäische Regelung zur Sommerzeit hat ihre Wurzeln in dem Ziel, das Tageslicht während der Sommermonate stärker in die Abendstunden zu verschieben.
Im Frühjahr werden die Uhren deshalb um eine Stunde vorgestellt.
Abends bleibt es nach der Uhr länger hell.
Im Herbst wird diese Verschiebung wieder rückgängig gemacht.
Ob dadurch tatsächlich nennenswert Energie eingespart wird, wird allerdings seit vielen Jahren diskutiert.
Sollte die Zeitumstellung nicht längst abgeschafft werden?
Über eine Abschaffung wird in der Europäischen Union seit Jahren diskutiert.
2018 führte die EU-Kommission eine öffentliche Befragung durch, an der sich rund 4,6 Millionen Menschen beteiligten.
Eine große Mehrheit der Teilnehmer sprach sich gegen die halbjährliche Zeitumstellung aus.
Das Europäische Parlament unterstützte anschließend grundsätzlich ein Ende der saisonalen Zeitumstellung.
Trotzdem werden die Uhren weiterhin zweimal pro Jahr umgestellt.
Der Grund: Für eine endgültige Änderung ist eine abgestimmte europäische Lösung notwendig. Bislang wurde keine entsprechende Neuregelung umgesetzt.
Deshalb bleibt es auch 2026 beim Wechsel zwischen Sommer- und Normalzeit.
Bleibt die Zeitumstellung auch 2027?
Nach aktuellem Stand ja.
Solange die bestehende europäische Regelung nicht geändert wird, findet auch 2027 wieder eine Zeitumstellung statt.
Die nächste Umstellung erfolgt im Frühjahr:
Am Sonntag, 28. März 2027, werden die Uhren von 02:00 Uhr auf 03:00 Uhr vorgestellt.
Die Nacht ist dann wieder eine Stunde kürzer.
Die Rückkehr zur Normalzeit erfolgt anschließend am Sonntag, 31. Oktober 2027.
Kann die Zeitumstellung den Schlaf beeinflussen?
Auch eine Verschiebung um lediglich eine Stunde kann sich auf den menschlichen Schlaf-Wach-Rhythmus auswirken.
Der Körper orientiert sich nicht ausschließlich an der Uhrzeit, sondern besitzt einen eigenen biologischen Rhythmus.
Manche Menschen merken von der Umstellung kaum etwas.
Andere benötigen einige Tage, bis sich Schlafenszeiten und Tagesrhythmus wieder eingependelt haben.
Im Herbst wird die Umstellung häufig als angenehmer wahrgenommen als im Frühjahr, weil die Uhr zurückgestellt wird und zunächst eine zusätzliche Stunde zur Verfügung steht.
Was kann man gegen Probleme mit der Zeitumstellung tun?
Wer empfindlich auf die Zeitumstellung reagiert, kann seinen Tagesablauf bereits vorher etwas anpassen.
Hilfreich kann sein, Schlafens- und Aufstehzeiten nicht abrupt zu verändern, sondern den Rhythmus schrittweise anzupassen.
Auch Tageslicht spielt für die innere Uhr eine wichtige Rolle.
Ein Spaziergang am Morgen oder Vormittag kann dem Körper helfen, sich auf den neuen Rhythmus einzustellen.
Am Abend sollte dagegen sehr helles Licht unmittelbar vor dem Schlafengehen möglichst reduziert werden.
Besonders im Herbst fällt die Umstellung auf
Die Zeitumstellung Ende Oktober fällt in eine Jahreszeit, in der die Tage ohnehin deutlich kürzer werden.
Dadurch wirkt der Wechsel besonders stark.
Wer beispielsweise bisher gegen 18 Uhr noch im Hellen unterwegs war, kann nach der Umstellung plötzlich feststellen, dass es zu dieser Uhrzeit bereits dunkel ist.
Für Fußgänger und Radfahrer beginnt damit spätestens die Zeit, in der Sichtbarkeit im Straßenverkehr besonders wichtig wird.
Reflektierende Kleidung, funktionierende Fahrradbeleuchtung und gut sichtbare Ausrüstung können in den dunklen Monaten einen erheblichen Unterschied machen.
Zeitumstellung 2026 in Südhessen
Auch in Südhessen gilt selbstverständlich die bundesweite beziehungsweise europäische Zeitregelung.
Für Darmstadt, den Kreis Bergstraße, den Odenwald und das Hessische Ried werden die Uhren in derselben Nacht zurückgestellt.
Regional besonders spürbar wird die Veränderung im Alltag: Pendler fahren häufiger im Dunkeln nach Hause, Freizeitaktivitäten im Freien verschieben sich und auf den Straßen beginnt die klassische Herbst- und Wintersaison.
Am Sonntag, 25. Oktober 2026, gilt deshalb auch hier:
Um 03:00 Uhr wird die Uhr auf 02:00 Uhr zurückgestellt.
