Wärmeplanung in Bensheim: Was Hausbesitzer jetzt wissen sollten

Bensheim. Wie werden Häuser in Bensheim künftig beheizt? Diese Frage beschäftigt viele Eigentümer spätestens dann, wenn eine alte Gas oder Ölheizung ersetzt werden muss. Die Stadt arbeitet deshalb gemeinsam mit vier weiteren Kommunen im Kreis Bergstraße an einer kommunalen Wärmeplanung.

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Inzwischen ist das Verfahren deutlich vorangeschritten. Die Bestands und Potenzialanalyse liegt vor und im September sollen Bürger über die Ergebnisse und die nächsten Schritte informiert werden.

Für Hausbesitzer ist dabei vor allem eine Frage wichtig: Bedeutet der neue Wärmeplan, dass sie ihre bestehende Heizung austauschen oder sich an ein Wärmenetz anschließen müssen?

Die kurze Antwort lautet: Nein. Der Wärmeplan ist zunächst ein strategisches Planungsinstrument. Er soll zeigen, welche Art der Wärmeversorgung in verschiedenen Teilen Bensheims langfristig sinnvoll sein könnte.

Zweite Informationsveranstaltung im September

Die Stadt Bensheim hat am 28. August eine zweite öffentliche Informationsveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung angekündigt.

Sie soll am 30. September 2026 von 18 bis 20 Uhr in der Aula der Heinrich Metzendorf Schule stattfinden.

In der aktuellen Mitteilung bezeichnet die Stadt den 30. September als Donnerstag. Nach dem Kalender fällt der 30. September 2026 allerdings auf einen Mittwoch. Interessierte sollten deshalb vor dem Termin noch einmal die aktuellen Angaben der Stadt prüfen.

Bei der Veranstaltung sollen die bisherigen Ergebnisse vorgestellt werden. Außerdem können Bürger Fragen zur weiteren Wärmeplanung stellen.

Was ist eine kommunale Wärmeplanung?

Hinter dem Begriff steckt zunächst keine Planung für einzelne Heizungen.

Stattdessen betrachtet die Stadt ihr gesamtes Gebiet.

Dabei wird untersucht, wie Gebäude aktuell mit Wärme versorgt werden, wo besonders viel Wärme benötigt wird und welche Energiequellen künftig zur Verfügung stehen könnten.

Anschließend soll deutlich werden, welche Lösungen sich für unterschiedliche Stadtgebiete grundsätzlich eignen.

In einem dicht bebauten Quartier kann beispielsweise ein Wärmenetz interessant sein. In einem anderen Gebiet können individuelle Lösungen wie Wärmepumpen eine größere Rolle spielen.

Die Wärmeplanung versucht deshalb, für unterschiedliche Teile einer Stadt geeignete Entwicklungsmöglichkeiten zu identifizieren.

Bensheim muss bis 2028 einen Wärmeplan vorlegen

Für Kommunen mit weniger als 100.000 Einwohnern ist die kommunale Wärmeplanung gesetzlich vorgeschrieben.

Der entsprechende Wärmeplan muss grundsätzlich bis spätestens Ende Juni 2028 vorliegen.

Bensheim arbeitet bereits seit 2024 an diesem Prozess.

Dabei geht die Stadt nicht allein vor.

Bensheim hat sich mit Bürstadt, Heppenheim, Lampertheim und Lorsch zusammengeschlossen.

Die fünf Städte bilden gemeinsam den sogenannten Konvoi Bergstraße.

Warum planen fünf Städte gemeinsam?

Wärmeversorgung endet nicht zwangsläufig an einer Gemeindegrenze.

Energieinfrastruktur, mögliche Wärmequellen und technische Lösungen können mehrere Kommunen betreffen.

Durch die Zusammenarbeit sollen deshalb Daten und Erfahrungen gemeinsam genutzt werden.

Die beteiligten Städte versprechen sich davon außerdem Synergien bei Planung und Durchführung.

Der Kooperationsvertrag wurde im Juli 2024 geschlossen.

Trotz der Zusammenarbeit erhält jede beteiligte Kommune ihren eigenen Wärmeplan.

Für Bensheimer Hausbesitzer sind deshalb am Ende vor allem die Ergebnisse für das Bensheimer Stadtgebiet entscheidend.

Bensheim wurde in 25 Teilgebiete aufgeteilt

Ein erster wichtiger Planungsschritt ist bereits abgeschlossen.

Bei der sogenannten Eignungsprüfung wurde Bensheim in insgesamt 25 Teilgebiete gegliedert.

Dabei wurde untersucht, ob einzelne Bereiche bereits früh aus einer detaillierten Betrachtung herausgenommen werden können.

Das Ergebnis fiel eindeutig aus.

Keines der 25 Teilgebiete wird lediglich in einem verkürzten Verfahren betrachtet.

Für sämtliche Bereiche der Stadt wird eine vollständige Wärmeplanung durchgeführt.

Warum werden alle Stadtteile genauer untersucht?

Ein verkürztes Verfahren wäre möglich gewesen, wenn bereits früh erkennbar gewesen wäre, dass sich ein Gebiet weder für ein Wärmenetz noch für ein Wasserstoffnetz eignet.

In Bensheim hat man sich nach der Eignungsprüfung dagegen für eine vollständige Betrachtung aller Teilgebiete entschieden.

Dadurch sollen für die gesamte Stadt vergleichbare Informationen entstehen.

Untersucht werden unter anderem bestehende Gebäude, heutige Wärmeverbräuche und mögliche zukünftige Energiequellen.

Erst auf dieser Grundlage kann eingeschätzt werden, welche Lösung für ein bestimmtes Quartier langfristig sinnvoll erscheint.

Bestandsanalyse zeigt die heutige Wärmeversorgung

Ein weiterer zentraler Schritt ist die Bestandsanalyse.

Dabei wird untersucht, wo in Bensheim Wärme benötigt wird und wie diese Wärme heute erzeugt wird.

Berücksichtigt werden Wohngebäude ebenso wie öffentliche Einrichtungen und Betriebe.

Die Analyse soll sichtbar machen, welche Energieträger derzeit genutzt werden und wie hoch der Wärmebedarf in verschiedenen Bereichen ist.

Das ist wichtig, weil die Ausgangslage innerhalb einer Stadt sehr unterschiedlich sein kann.

Ein dicht bebautes Innenstadtquartier stellt andere Anforderungen an eine zukünftige Wärmeversorgung als ein Wohngebiet mit überwiegend Einfamilienhäusern.

Potenzialanalyse sucht nach zukünftigen Wärmequellen

Neben dem heutigen Zustand untersucht die Stadt auch, welche Möglichkeiten künftig bestehen.

Dabei geht es unter anderem um erneuerbare Energien.

Auch bislang ungenutzte Abwärme kann interessant sein.

Solche Wärme kann beispielsweise bei industriellen oder gewerblichen Prozessen entstehen. Auch Abwasser kann unter bestimmten Voraussetzungen als Wärmequelle genutzt werden.

Die entscheidende Frage lautet jeweils, ob ein Potenzial technisch und wirtschaftlich sinnvoll erschlossen werden kann.

Nicht jede theoretisch vorhandene Wärmequelle lässt sich automatisch für ein Wärmenetz nutzen.

Was bedeutet der Wärmeplan für meine Heizung?

Für Eigentümer ist wichtig, zwischen kommunaler Planung und individuellen Pflichten zu unterscheiden.

Der Wärmeplan selbst schreibt einem Hausbesitzer nicht vor, welche konkrete Heizung er einbauen muss.

Er zeigt vielmehr, welche Wärmeversorgung für ein Gebiet voraussichtlich geeignet sein könnte.

Das kann bei einer späteren Investitionsentscheidung eine wichtige Orientierung bieten.

Wer beispielsweise weiß, dass in seinem Quartier langfristig ein Wärmenetz realistisch erscheint, kann diese Information bei der Planung einer neuen Heizung berücksichtigen.

Umgekehrt kann ein Gebiet als Bereich eingestuft werden, in dem eher dezentrale Lösungen erwartet werden.

Muss ich wegen des Wärmeplans meine Heizung austauschen?

Nein.

Allein durch die Veröffentlichung eines kommunalen Wärmeplans entsteht keine Pflicht, eine funktionierende Heizung auszubauen.

Das ist einer der wichtigsten Punkte für Eigentümer.

Die Wärmeplanung beschreibt einen möglichen langfristigen Weg für die Wärmeversorgung der Stadt. Sie ist kein Austauschprogramm für bestehende Heizungen.

Für konkrete Anforderungen an Heizungsanlagen sind die jeweils geltenden bundesrechtlichen Vorgaben entscheidend.

Diese sollten insbesondere vor einem geplanten Heizungstausch geprüft werden, da sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen verändern können.

Muss ich mich später an ein Wärmenetz anschließen?

Auch hier lautet die Antwort zunächst: nicht automatisch.

Wenn ein Gebiet im Wärmeplan als mögliches Wärmenetzgebiet dargestellt wird, entsteht daraus allein noch kein Anschlusszwang.

Ebenso garantiert die Darstellung nicht, dass tatsächlich ein Wärmenetz gebaut wird.

Der Wärmeplan zeigt zunächst, welche Versorgung in einem Gebiet voraussichtlich sinnvoll sein könnte.

Ob ein Netz anschließend tatsächlich umgesetzt wird, erfordert weitere technische und wirtschaftliche Entscheidungen.

Ein Wärmeplan ist noch kein Bauplan

Dieser Unterschied ist wichtig.

Auf einer Karte kann ein Quartier beispielsweise als potenzielles Wärmenetzgebiet erscheinen.

Das bedeutet aber nicht, dass dort bereits Leitungen geplant sind oder ein verbindlicher Termin für den Anschluss einzelner Häuser feststeht.

Nach der kommunalen Wärmeplanung müssen mögliche Projekte weiter untersucht werden.

Dazu gehören technische Machbarkeit, Kosten, Zahl möglicher Anschlüsse und die Frage, welche Wärmequelle zur Verfügung steht.

Erst danach kann aus einer grundsätzlichen Möglichkeit ein konkretes Infrastrukturprojekt werden.

Auch ein Anschlusszwang entsteht nicht durch die Karte

Allein die Einteilung eines Gebiets im Wärmeplan erzeugt keinen Anschluss und Benutzungszwang.

Eine solche Verpflichtung müsste auf einer anderen rechtlichen Grundlage geschaffen werden.

Für Eigentümer bedeutet das, dass die Veröffentlichung des Wärmeplans nicht automatisch dazu führt, dass sie ihre bisherige Heizung stilllegen und Fernwärme beziehen müssen.

Genauso wenig entsteht allein aus dem Wärmeplan ein Anspruch darauf, tatsächlich an ein Wärmenetz angeschlossen zu werden.

Warum ist der Wärmeplan trotzdem wichtig?

Obwohl er keine unmittelbare Austauschpflicht auslöst, kann der Wärmeplan für Hausbesitzer sehr wertvoll sein.

Heizungen werden meist über viele Jahre genutzt.

Wer heute eine größere Investition plant, möchte deshalb wissen, welche Infrastruktur in seinem Wohngebiet künftig realistisch sein könnte.

Genau hier soll die kommunale Wärmeplanung mehr Orientierung schaffen.

Sie kann beispielsweise zeigen, ob ein Wärmenetz grundsätzlich denkbar ist oder ob Eigentümer eher mit individuellen Heizlösungen planen sollten.

Je konkreter diese Informationen werden, desto besser lassen sich langfristige Entscheidungen vorbereiten.

Sollte ich mit einer neuen Heizung auf den Wärmeplan warten?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten.

Eine funktionierende Heizung muss nicht allein wegen der laufenden Wärmeplanung vorsorglich ausgetauscht werden.

Steht allerdings ohnehin eine größere Heizungsmodernisierung an, kann der Stand der kommunalen Wärmeplanung eine wichtige Information sein.

Eigentümer sollten dann prüfen, welche gesetzlichen Vorgaben aktuell gelten und welche Optionen für ihr Gebäude technisch geeignet sind.

Auch Energieberatung kann dabei sinnvoll sein.

Wer dagegen einen akuten Heizungsschaden hat, kann eine notwendige Entscheidung nicht zwangsläufig bis zum Abschluss aller kommunalen Planungen aufschieben.

Welche Rolle könnten Wärmepumpen spielen?

Wärmepumpen gehören zu den wichtigen Möglichkeiten einer klimafreundlicheren Wärmeversorgung.

Ob sie für ein bestimmtes Gebäude geeignet sind, hängt allerdings nicht allein vom Stadtteil ab.

Entscheidend sind unter anderem Gebäudezustand, Heizflächen, Wärmebedarf und technische Voraussetzungen.

Deshalb kann aus einem kommunalen Wärmeplan nicht unmittelbar abgelesen werden, welches konkrete Wärmepumpenmodell für ein einzelnes Haus geeignet wäre.

Die Planung kann jedoch Hinweise geben, in welchen Gebieten langfristig eher dezentrale Heizsysteme erwartet werden.

Was ist mit Fernwärme und Nahwärme?

Wärmenetze versorgen mehrere Gebäude über gemeinsame Leitungen.

Die benötigte Wärme wird dabei an einer zentralen Stelle erzeugt oder aus einer vorhandenen Quelle eingespeist.

Welche Energiequelle genutzt wird, kann sehr unterschiedlich sein.

Für dicht bebaute Bereiche können solche Netze interessant sein, weil viele Gebäude auf relativ kleiner Fläche versorgt werden können.

Ob ein Wärmenetz wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt jedoch stark vom jeweiligen Gebiet ab.

Genau deshalb werden die einzelnen Bensheimer Teilgebiete genauer untersucht.

Kann Abwärme in Bensheim genutzt werden?

Auch diese Frage gehört zur Potenzialanalyse.

Abwärme entsteht beispielsweise in Gewerbe und Industrie oder kann aus Abwasser gewonnen werden.

Statt diese Energie ungenutzt an die Umgebung abzugeben, kann sie unter geeigneten Bedingungen für die Wärmeversorgung eingesetzt werden.

Ob entsprechende Potenziale in Bensheim tatsächlich groß genug sind und wirtschaftlich genutzt werden können, ist Teil der Untersuchung.

Die kommunale Wärmeplanung soll solche Möglichkeiten systematisch erfassen.

Was passiert mit Gasheizungen?

Die Wärmeplanung verfolgt langfristig das Ziel einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung.

Fossile Energieträger sollen deshalb schrittweise ersetzt werden.

Das bedeutet jedoch nicht, dass mit der Veröffentlichung des Bensheimer Wärmeplans plötzlich sämtliche Gasheizungen abgeschaltet werden.

Bestehende Anlagen und zukünftige Heizungswechsel unterliegen gesetzlichen Übergangsregelungen.

Für Eigentümer ist deshalb wichtig, nicht allein auf Schlagworte wie Gasverbot oder Heizungsverbot zu reagieren.

Entscheidend sind der Zustand der vorhandenen Anlage, der Zeitpunkt eines möglichen Austauschs und die dann geltenden gesetzlichen Vorgaben.

Bensheim will bis 2040 klimaneutral werden

Die Stadt verfolgt ein eigenes Klimaziel.

Bensheim möchte bis 2040 klimaneutral werden.

Der Wärmesektor spielt dabei eine wichtige Rolle.

Nach Angaben der Stadt verursacht der Bereich Wärme ungefähr ein Drittel der Bensheimer Treibhausgasemissionen.

Eine Veränderung der Wärmeversorgung ist deshalb ein zentraler Bestandteil der kommunalen Klimastrategie.

Der Wärmeplan soll zeigen, wie dieser Umbau technisch und räumlich organisiert werden könnte.

Bundesweit soll die Wärmeversorgung bis 2045 klimaneutral sein

Neben dem kommunalen Ziel gibt es den bundesweiten Rahmen.

Die Wärmeversorgung soll spätestens 2045 treibhausgasneutral erfolgen.

Für die kommunale Planung bedeutet das, dass langfristig Alternativen zu fossilem Erdgas und Heizöl gefunden werden müssen.

Welche Lösung sinnvoll ist, kann sich allerdings von Stadt zu Stadt und sogar von Quartier zu Quartier unterscheiden.

Genau deshalb gibt es keine einheitliche Antwort für jedes Gebäude.

Was Eigentümer jetzt sinnvollerweise tun können

Wer eine funktionierende Heizung besitzt und aktuell keine größere Modernisierung plant, muss wegen der laufenden Wärmeplanung nicht übereilt handeln.

Anders sieht es aus, wenn eine Heizung bereits sehr alt oder störanfällig ist und in den kommenden Jahren ohnehin ersetzt werden soll.

Dann lohnt es sich, Informationen zu sammeln.

Dazu gehören der aktuelle Stand der Bensheimer Wärmeplanung, der energetische Zustand des Gebäudes und die Frage, welche Heizsysteme technisch infrage kommen.

Je größer die geplante Investition ist, desto wichtiger wird eine individuelle Beratung.

Sanierung und Heizung sollten zusammen betrachtet werden

Die zukünftige Heizung ist nur ein Teil der Energiekosten eines Hauses.

Auch der Wärmebedarf selbst spielt eine große Rolle.

Ein schlecht gedämmtes Gebäude benötigt deutlich mehr Energie als ein energetisch verbessertes Haus.

Maßnahmen an Dach, Fenstern oder Gebäudehülle können deshalb Auswirkungen darauf haben, welche Heizleistung später benötigt wird.

Wer ohnehin eine umfassende Sanierung plant, sollte Heizung und Gebäude möglichst gemeinsam betrachten.

Der kommunale Wärmeplan kann dabei eine zusätzliche Orientierung zur zukünftigen Infrastruktur liefern.

Warum Eigentümer den September Termin nutzen können

Die Informationsveranstaltung bietet die Möglichkeit, Fragen direkt an die Verantwortlichen zu richten.

Interessant dürfte beispielsweise sein, welche Gebiete für Wärmenetze infrage kommen könnten und welche Potenziale die Analyse für Bensheim ergeben hat.

Auch der weitere Zeitplan dürfte viele Eigentümer interessieren.

Denn je konkreter die Gebietseinteilung wird, desto größer wird der praktische Nutzen der Planung für private Investitionsentscheidungen.

Die Veranstaltung richtet sich deshalb nicht ausschließlich an Fachleute.

Gerade Hausbesitzer, Vermieter und Menschen, die in den kommenden Jahren eine Heizungsmodernisierung planen, können von den Informationen profitieren.

Auch Mieter sind von der Wärmeplanung betroffen

Das Thema betrifft allerdings nicht nur Eigentümer.

Wie ein Mehrfamilienhaus beheizt wird, wirkt sich langfristig auch auf Mieter aus.

Eine Umstellung der Wärmeversorgung kann Auswirkungen auf Betriebskosten und technische Anlagen eines Gebäudes haben.

Mieter entscheiden zwar normalerweise nicht selbst über das Heizsystem des Hauses, sind aber von Veränderungen der Wärmeversorgung unmittelbar betroffen.

Auch für sie kann es deshalb interessant sein, welche Lösungen für das eigene Quartier langfristig vorgesehen werden.

Der Wärmeplan soll vor allem Orientierung schaffen

Für Bürger ist die kommunale Wärmeplanung manchmal schwer einzuordnen, weil mehrere gesetzliche Regelungen gleichzeitig diskutiert werden.

Der wichtigste Punkt lässt sich jedoch vergleichsweise einfach zusammenfassen.

Bensheim untersucht derzeit, wie die verschiedenen Stadtgebiete langfristig klimafreundlich mit Wärme versorgt werden können.

Der daraus entstehende Wärmeplan soll Orientierung geben.

Er ordnet aber nicht automatisch den Austausch einer bestehenden Heizung an und verpflichtet Eigentümer nicht allein aufgrund einer Gebietseinteilung zum Anschluss an ein Wärmenetz.

Für Hausbesitzer wird das Ergebnis trotzdem wichtig.

Je genauer bekannt ist, welche Infrastruktur in einem Quartier realistisch ist, desto fundierter lässt sich entscheiden, wie ein Gebäude in den kommenden Jahrzehnten beheizt werden soll.

Häufig gestellte Fragen zur Wärmeplanung in Bensheim

Wenn Sie einen Heizungstausch planen, finden Sie hier weitere Informationen zu den geltenden Fristen für Eigentümer.

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