Zum Abschluss des Bergsträßer Winzerfests können Besucher in Bensheim nicht nur feiern, sondern auch einkaufen. Am Sonntag, 13. September 2026, öffnen zahlreiche Geschäfte in der Innenstadt von 13 bis 18 Uhr ihre Türen. Der verkaufsoffene Sonntag ist Teil der südhessischen Aktion „Heimat shoppen“.
Quelle: Bild von UnsplashHinter der Initiative steckt allerdings mehr als ein zusätzlicher Einkaufssonntag. Mit verschiedenen Aktionen soll darauf aufmerksam gemacht werden, welche Bedeutung Einzelhandel, Gastronomie und andere inhabergeführte Betriebe für die Innenstädte und Ortskerne haben.
Insgesamt beteiligen sich in diesem Jahr 640 Geschäfte und Gastronomiebetriebe aus 25 Kommunen in Südhessen an „Heimat shoppen“. Auch im Kreis Bergstraße sind mehrere Städte und Gemeinden dabei.
Verkaufsoffener Sonntag zum Abschluss des Winzerfests
In Bensheim fällt „Heimat shoppen“ mit dem letzten Tag des Bergsträßer Winzerfests zusammen. Die Geschäfte in der Innenstadt dürfen am 13. September zwischen 13 und 18 Uhr öffnen.
Damit lässt sich der Besuch des Festes mit einem Einkaufsbummel verbinden. Das Bergsträßer Winzerfest läuft 2026 insgesamt vom 5. bis 13. September und endet damit ebenfalls am Sonntag.
Die Verbindung ist durchaus gewollt: Veranstaltungen bringen zusätzliche Besucher in die Innenstadt, während geöffnete Geschäfte wiederum dafür sorgen können, dass Gäste länger in der Stadt bleiben.
Verkaufsoffener Sonntag in Bensheim im Überblick
| Information | Termin |
| Datum | Sonntag, 13. September 2026 |
| Öffnungszeiten | 13 bis 18 Uhr |
| Ort | Bensheimer Innenstadt |
| Anlass | „Heimat shoppen“ und Bergsträßer Winzerfest |
| Teilnahme | Zahlreiche Geschäfte in der Innenstadt |
| Winzerfest | Letzter Veranstaltungstag am 13. September |
Welche Geschäfte tatsächlich öffnen, kann sich unterscheiden. Besucher sollten deshalb bei einem bestimmten Geschäft vorab prüfen, ob es am verkaufsoffenen Sonntag teilnimmt.
Was steckt hinter „Heimat shoppen“?
Die Initiative soll Verbraucher dazu bewegen, bewusster darüber nachzudenken, wo sie einkaufen und welche Auswirkungen ihre Kaufentscheidung auf die eigene Stadt hat.
Ein Geschäft in der Innenstadt verkauft schließlich nicht nur Waren. Lokale Unternehmen beschäftigen Mitarbeiter, zahlen vor Ort Steuern, bilden Nachwuchskräfte aus und sorgen dafür, dass Ladenlokale genutzt werden.
Ähnliches gilt für Restaurants, Cafés und Dienstleister. Sie tragen dazu bei, dass Menschen überhaupt einen Grund haben, sich in den Innenstädten und Ortskernen aufzuhalten.
Gerade deshalb versucht „Heimat shoppen“, das Einkaufen vor Ort mit Veranstaltungen und Aktionen zu verbinden.
640 Betriebe in 25 südhessischen Kommunen machen mit
Bensheim ist nur ein Teil der diesjährigen Aktion. Nach Angaben des Kreises Bergstraße beteiligen sich insgesamt 640 Geschäfte und Gastronomiebetriebe aus 25 Kommunen in Südhessen.
Geplant sind je nach Ort unter anderem Gewinnspiele, Gutscheinaktionen, Märkte und Veranstaltungen.
Im Kreis Bergstraße beteiligen sich neben Bensheim auch Wald-Michelbach und Zwingenberg mit eigenen Aktionen.
In Wald-Michelbach präsentieren sich Gewerbetreibende am 13. September im Rahmen einer Gewerbeausstellung beim Gassenmarkt. In Zwingenberg soll ein vorweihnachtlicher Markt örtliche Gastronomiebetriebe zusammenbringen.
Damit zeigt sich auch, dass die Initiative nicht überall gleich aussieht. Während in Bensheim der verkaufsoffene Sonntag im Mittelpunkt steht, setzen andere Kommunen stärker auf Märkte oder gemeinsame Veranstaltungen lokaler Betriebe.
Warum lokale Geschäfte für Innenstädte wichtig sind
Der Strukturwandel im Einzelhandel beschäftigt viele Städte seit Jahren. Onlinehandel, steigende Kosten und verändertes Einkaufsverhalten setzen insbesondere kleinere Geschäfte unter Druck.
Verschwindet ein Geschäft aus einer Innenstadt, betrifft das deshalb nicht nur den jeweiligen Unternehmer. Dauerhafte Leerstände können ganze Straßenzüge weniger attraktiv machen. Fehlen Geschäfte, Cafés und andere Anlaufstellen, sinkt zugleich die Zahl der Gründe, überhaupt in die Innenstadt zu kommen.
Umgekehrt können gut besuchte Geschäfte und Gastronomiebetriebe weitere Besucher anziehen. Einzelhandel, Veranstaltungen, Gastronomie und Aufenthaltsqualität hängen deshalb stärker miteinander zusammen, als es auf den ersten Blick erscheint.
Auch der Kreis Bergstraße betont diesen Zusammenhang. Wer vor Ort einkauft oder essen geht, stärke damit nicht nur einzelne Unternehmen, sondern auch Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung und die Lebensqualität in den Kommunen.
Winzerfest bringt zusätzliche Besucher nach Bensheim
Für Bensheim bietet der Termin am 13. September einen besonderen Vorteil. Das Bergsträßer Winzerfest gehört zu den größten Veranstaltungen der Region und sorgt bereits unabhängig vom verkaufsoffenen Sonntag für zahlreiche Besucher in der Innenstadt.
Am letzten Festtag kommen nun beide Angebote zusammen.
Wer zum Abschluss noch einmal das Winzerfest besucht, kann den Aufenthalt deshalb mit einem Einkaufsbummel verbinden. Gleichzeitig profitieren Geschäfte von Menschen, die möglicherweise hauptsächlich wegen des Festes nach Bensheim gekommen sind.
Damit wird der Sonntag zu einem Beispiel dafür, wie Veranstaltungen und lokaler Einzelhandel voneinander profitieren können.
„Heimat shoppen“ findet auch außerhalb Bensheims statt
Die Aktion ist nicht auf einen einzigen Tag begrenzt. Ab Mitte September finden in zahlreichen südhessischen Kommunen unterschiedliche Veranstaltungen statt.
Für Verbraucher lohnt sich deshalb auch in den kommenden Wochen ein Blick auf die Aktionen im eigenen Ort. Neben verkaufsoffenen Sonntagen können beispielsweise Märkte, Gewinnspiele oder Gutscheinaktionen dazugehören.
Für die beteiligten Städte und Gemeinden geht es letztlich um eine gemeinsame Frage: Wie können Innenstädte und Ortskerne auch in Zukunft Orte bleiben, an denen Menschen nicht nur einkaufen, sondern sich gerne aufhalten?
Der verkaufsoffene Sonntag in Bensheim ist dabei ein Baustein – und durch die Verbindung mit dem Winzerfest gleichzeitig einer der sichtbarsten Termine im Kreis Bergstraße.
