Darmstadt. Zwei traditionsreiche Krankenhäuser, zwei Standorte und künftig ein gemeinsames Krankenhaus: In Darmstadt läuft derzeit eine der größten Veränderungen der regionalen Krankenhauslandschaft.
Quelle: Bild von UnsplashDas Klinikum Darmstadt und das AGAPLESION Elisabethenstift wachsen unter dem Namen Südhessen Kliniken zusammen.
Die organisatorischen Grundlagen dafür sind bereits geschaffen. Seit dem 1. Juni 2026 stehen beide Häuser unter einer gemeinsamen Geschäftsführung. Gleichzeitig arbeiten Beschäftigte aus beiden Krankenhäusern in 15 Projektgruppen an mehr als 150 Teilprojekten.
Für Patienten stellt sich vor allem eine Frage: Was verändert sich dadurch konkret?
Im Jahr 2026 zunächst vergleichsweise wenig. Ab 2027 soll die medizinische Zusammenführung jedoch deutlich sichtbarer werden. Fachbereiche werden zwischen den beiden Standorten neu verteilt, Kliniken ziehen um und erste Baumaßnahmen sollen beginnen.
Was sind die Südhessen Kliniken?
Unter dem Namen Südhessen Kliniken werden das städtische Klinikum Darmstadt und das AGAPLESION Elisabethenstift zusammengeführt.
Aus den beiden bisherigen Krankenhäusern soll ein gemeinsames Krankenhaus an zwei Standorten entstehen.
Das bisherige Klinikum Darmstadt wird künftig als Campus Mitte bezeichnet.
Das Elisabethenstift an der Landgraf Georg Straße wird zum Campus Woog.
Für Patienten bleiben damit beide Krankenhausstandorte in Darmstadt erhalten.
Seit wann läuft die Fusion?
Die Zusammenführung wurde über einen längeren Zeitraum vorbereitet.
Im Januar 2026 wurden die Verträge zur gemeinsamen Holding unterzeichnet.
Zum 1. Juni wurde die Gründung schließlich vollzogen.
Beide Krankenhäuser wurden zunächst zu jeweils 60 Prozent unter der gemeinsamen Holding vereint.
Die Grundlage dafür bildet die Südhessen Kliniken gGmbH.
Damit ist die Fusion organisatorisch bereits deutlich weiter fortgeschritten als noch zu Beginn des Jahres.
Wer gehört zu den Südhessen Kliniken?
Auf der einen Seite steht das Klinikum Darmstadt.
Das kommunale Krankenhaus ist ein Maximalversorger und übernimmt zahlreiche hoch spezialisierte medizinische Aufgaben für Darmstadt und die gesamte Region.
Auf der anderen Seite steht das AGAPLESION Elisabethenstift.
Das traditionsreiche Krankenhaus befindet sich an der Landgraf Georg Straße und gehört zum Gesundheitskonzern AGAPLESION.
Beide Häuser sollen künftig ihre medizinischen Angebote stärker aufeinander abstimmen.
Wie groß wird das gemeinsame Krankenhaus?
Nach Angaben der beteiligten Häuser sollen die Südhessen Kliniken über rund 1.200 Planbetten verfügen.
Damit entsteht eines der größten Krankenhäuser Hessens.
Die Verantwortlichen sprechen vom künftig größten Krankenhaus der Maximalversorgung in der Region Südhessen.
Die Bedeutung reicht deshalb weit über Darmstadt hinaus.
Auch Patienten aus dem Landkreis Darmstadt Dieburg, dem Odenwald, dem Kreis Bergstraße und weiteren Teilen Südhessens werden in Darmstadt behandelt.
Bleiben beide Standorte erhalten?
Ja.
Die Fusion bedeutet nicht, dass eines der beiden Krankenhäuser vollständig geschlossen wird.
Stattdessen soll ein Krankenhaus mit zwei unterschiedlichen Standorten entstehen.
Der Campus Mitte befindet sich am heutigen Klinikum Darmstadt.
Der Campus Woog entsteht am bisherigen Elisabethenstift.
Allerdings sollen die medizinischen Aufgaben zwischen beiden Standorten neu geordnet werden.
Dadurch können sich für Patienten künftig die Wege verändern.
Was ändert sich 2026 für Patienten?
Für Patienten soll sich im laufenden Jahr zunächst wenig ändern.
Die beiden Krankenhäuser bleiben derzeit noch eigenständige Institutionen.
Das bedeutet, dass bestehende Abläufe und Ansprechpartner zunächst weiter bestehen.
Auch für niedergelassene Ärzte, die Patienten in eines der Krankenhäuser überweisen, soll sich vorerst nichts Grundsätzliches ändern.
Die Verantwortlichen betonen, dass die medizinische Versorgung während des gesamten Fusionsprozesses gewährleistet bleiben soll.
Warum gibt es trotzdem schon eine gemeinsame Geschäftsführung?
Seit dem 1. Juni werden beide Häuser von demselben Führungsteam geleitet.
Zur gemeinsamen Geschäftsführung gehören Sven Axt als kaufmännischer Geschäftsführer und Vorsitzender, Dr. Jörg Noetzel als medizinischer Geschäftsführer und Michele Tarquinio als pflegerischer Geschäftsführer.
Das Team trägt Verantwortung für das Klinikum Darmstadt, das Elisabethenstift und die Holding.
Damit können wichtige Entscheidungen bereits gemeinsam vorbereitet werden, obwohl die Krankenhäuser rechtlich noch nicht vollständig zu einem einzigen Betrieb verschmolzen sind.
Mehr als 150 Teilprojekte laufen
Wie aufwendig eine solche Fusion ist, zeigen die aktuellen Zahlen.
Beschäftigte aus beiden Häusern arbeiten derzeit in 15 Projektgruppen.
Dort werden mehr als 150 einzelne Teilprojekte bearbeitet.
Dabei geht es nicht nur um medizinische Fragen.
Auch IT, Logistik, Kommunikation und zahlreiche organisatorische Abläufe müssen zusammengeführt werden.
Selbst eine gemeinsame Internetseite gehört zu den Aufgaben.
Warum dauert die Zusammenführung so lange?
Zwei Krankenhäuser lassen sich nicht einfach durch einen neuen Namen miteinander verbinden.
Beide Häuser besitzen eigene technische Systeme, Arbeitsabläufe, Organisationsstrukturen und medizinische Schwerpunkte.
Auch Personalplanung, Logistik und Patientensteuerung müssen aufeinander abgestimmt werden.
Gleichzeitig darf die laufende Versorgung nicht beeinträchtigt werden.
Die Fusion muss deshalb Schritt für Schritt umgesetzt werden.
Was passiert ab 2027?
2027 beginnt die Phase, in der die Zusammenführung für Patienten deutlich sichtbarer werden soll.
Das gemeinsame medizinische Konzept sieht eine Neuordnung verschiedener Fachbereiche vor.
Einige Kliniken sollen zwischen Campus Mitte und Campus Woog wechseln.
Gleichzeitig sollen erste größere bauliche Veränderungen beginnen.
Patienten sollten deshalb künftig genauer darauf achten, an welchem Standort eine bestimmte Behandlung angeboten wird.
Was passiert am Campus Woog?
Der heutige Standort des Elisabethenstifts soll künftig stärker auf planbare Behandlungen ausgerichtet werden.
Dort soll hauptsächlich elektive somatische Medizin stattfinden.
Elektiv bedeutet, dass Behandlungen beziehungsweise Eingriffe im Voraus geplant werden können und nicht aufgrund eines akuten medizinischen Notfalls unmittelbar erfolgen müssen.
Dadurch erhält der Campus Woog ein klareres medizinisches Profil.
Hautklinik soll an den Campus Woog ziehen
Eine konkrete Veränderung betrifft die Hautklinik.
Sie befindet sich bislang am Klinikum Darmstadt.
Im Rahmen des neuen Medizinkonzepts soll sie an den Campus Woog in der Landgraf Georg Straße wechseln.
Für Patienten bedeutet das langfristig einen anderen Behandlungsort.
Der genaue Zeitpunkt einzelner Umzüge hängt von der weiteren Umsetzung und den notwendigen baulichen Voraussetzungen ab.
Auch die Augenklinik soll umziehen
Dasselbe gilt für die Augenklinik.
Auch sie soll vom bisherigen Klinikum an den Campus Woog wechseln.
Damit werden bestimmte medizinische Angebote am Standort des heutigen Elisabethenstifts gebündelt.
Wer künftig einen Termin in diesen Fachbereichen hat, sollte deshalb besonders auf die Standortangabe in Terminbestätigungen und Einweisungen achten.
Psychosomatik und Psychiatrie werden enger verbunden
Eine weitere Veränderung betrifft die psychosomatische Versorgung.
Die Psychosomatik des Klinikums Darmstadt soll künftig die psychiatrische Klinik am heutigen Elisabethenstift ergänzen.
Dadurch sollen verwandte medizinische Bereiche stärker an einem Standort zusammengeführt werden.
Das kann die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Fachdisziplinen erleichtern.
Was passiert am Campus Mitte?
Der heutige Standort des Klinikums Darmstadt bleibt der zentrale Standort für die Maximalversorgung.
Der Campus Mitte soll in dieser Funktion sogar weiter gestärkt werden.
Hier sollen besonders Bereiche konzentriert werden, die für akute und komplexe medizinische Behandlungen wichtig sind.
Dazu gehören mehrere große internistische und chirurgische Fachgebiete.
Innere Medizin soll am Campus Mitte gebündelt werden
Nach dem bisher vorgestellten Medizinkonzept soll die Innere Medizin am Campus Mitte gestärkt werden.
Auch die Kardiologie und Gastroenterologie sollen dort angesiedelt beziehungsweise gebündelt werden.
Damit konzentrieren sich wichtige Bereiche zur Behandlung von Herz Kreislauf Erkrankungen und Erkrankungen des Verdauungssystems am Standort des heutigen Klinikums.
Für komplexe Fälle können dadurch verschiedene Fachrichtungen enger zusammenarbeiten.
Unfallchirurgie bleibt ein wichtiger Schwerpunkt
Auch die stationäre Unfallchirurgie soll am Campus Mitte konzentriert werden.
Das passt zur Rolle des Standorts als Maximalversorger.
Schwere Verletzungen benötigen häufig eine unmittelbare Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Disziplinen.
Die entsprechenden Strukturen sollen deshalb am zentralen Akutstandort gebündelt werden.
Viszeralchirurgie wechselt ebenfalls zum Campus Mitte
Auch die stationäre Viszeralchirurgie soll künftig am Campus Mitte angesiedelt werden.
Dieser Fachbereich beschäftigt sich vor allem mit Operationen an Organen des Bauchraums.
Durch die Bündelung mit Gastroenterologie und weiteren Bereichen können medizinische Schnittstellen enger organisiert werden.
Gerade bei komplexen Erkrankungen kann eine solche räumliche Nähe von Vorteil sein.
Was passiert mit der Notaufnahme?
Die zentrale Notfallversorgung bleibt ein besonders wichtiger Bestandteil des Campus Mitte.
Die Notaufnahme soll dort erweitert und ausgebaut werden.
Damit wird der Standort weiter auf die Behandlung akuter medizinischer Fälle ausgerichtet.
Für Patienten ist diese Unterscheidung besonders wichtig.
Während am Campus Woog stärker planbare Behandlungen gebündelt werden sollen, bleibt der Campus Mitte der zentrale Standort für einen großen Teil der Akutversorgung.
Auch Intensivstationen sollen ausgebaut werden
Neben der Notaufnahme sollen auch die Intensivstationen am Campus Mitte erweitert werden.
Intensivmedizin ist ein wesentlicher Bestandteil eines Krankenhauses der Maximalversorgung.
Dort werden besonders schwer erkrankte oder verletzte Patienten behandelt.
Die Konzentration entsprechender Kapazitäten am Campus Mitte passt deshalb zum geplanten medizinischen Profil.
Was bedeutet das bei einem medizinischen Notfall?
Bei einem akuten medizinischen Notfall sollten Patienten nicht selbst versuchen, anhand des Fusionskonzepts den passenden Klinikstandort auszuwählen.
In lebensbedrohlichen Situationen gilt weiterhin der Notruf 112.
Rettungsdienst und Leitstelle entscheiden anhand der medizinischen Situation und der verfügbaren Versorgung, welches Krankenhaus beziehungsweise welcher Standort geeignet ist.
Die interne Neuordnung der Kliniken ändert an diesem Grundprinzip nichts.
Müssen Patienten künftig zwischen beiden Standorten wechseln?
Ob im Verlauf einer Behandlung ein Standortwechsel notwendig sein kann, hängt vom jeweiligen medizinischen Fall ab.
Das Ziel der Neuordnung besteht gerade darin, Fachbereiche sinnvoll zu bündeln.
Trotzdem bleibt ein Krankenhaus mit zwei Standorten organisatorisch anspruchsvoll.
Deshalb gehören auch Logistik und Patientenwege zu den Themen, die im Rahmen der Fusion geplant werden müssen.
Wie einzelne Abläufe konkret aussehen, wird sich mit der weiteren Umsetzung zeigen.
Warum wird überhaupt fusioniert?
Ein wichtiger Hintergrund ist die langfristige Sicherung der medizinischen Versorgung in Darmstadt und Südhessen.
Krankenhäuser stehen bundesweit unter erheblichem wirtschaftlichem und strukturellem Druck.
Gleichzeitig verändert die Krankenhausplanung, welche Leistungen an welchen Standorten angeboten werden sollen.
Durch die Zusammenführung sollen medizinische Kompetenzen gebündelt und Doppelstrukturen reduziert werden.
Außerdem soll die wirtschaftliche Grundlage der Darmstädter Krankenhausversorgung stabilisiert werden.
Die Fusion hat auch finanzielle Gründe
Bereits bei den politischen Entscheidungen zur Holding spielte die wirtschaftliche Situation eine wichtige Rolle.
Die Stadt Darmstadt hatte einer Teilentschuldung des Klinikums in Höhe von 20 Millionen Euro zugestimmt.
Zudem übernahm die Stadt Verpflichtungen aus einem Darlehen bei der WIBank in Höhe von 50 Millionen Euro.
Für die notwendigen baulichen Maßnahmen wurden außerdem Fördermittel in erheblicher Höhe beantragt.
Die Fusion ist damit nicht ausschließlich ein medizinisches Projekt.
Sie soll auch wirtschaftlich tragfähigere Strukturen schaffen.
Rund 92 Millionen Euro Fördermittel beantragt
Für die Umsetzung notwendiger baulicher Maßnahmen wurden Fördermittel von insgesamt rund 92 Millionen Euro beantragt.
Das verdeutlicht die Größenordnung des Projekts.
Wenn medizinische Abteilungen zwischen Standorten wechseln, reichen neue Schilder an den Gebäuden nicht aus.
Behandlungsräume, technische Infrastruktur und teilweise komplette Klinikbereiche müssen an die neuen Aufgaben angepasst werden.
Deshalb soll ab 2027 auch baulich deutlich mehr passieren.
Was wird 2027 gebaut?
Die ersten Baumaßnahmen auf Grundlage des gemeinsamen Medizinkonzepts sollen 2027 beginnen.
Welche Veränderungen Patienten zuerst sehen werden, hängt vom konkreten Bauablauf ab.
Entscheidend ist, dass die beiden Standorte auf ihre künftigen medizinischen Schwerpunkte vorbereitet werden.
Der laufende Krankenhausbetrieb muss währenddessen weiter funktionieren.
Das macht Umbauten in Kliniken besonders anspruchsvoll.
Werden Klinikum und Elisabethenstift sofort verschwinden?
Nein.
Die bisherigen Namen werden nicht von heute auf morgen vollständig aus dem Alltag verschwinden.
Nach Angaben der Verantwortlichen wird es auch 2027 zunächst noch mehrere Marken beziehungsweise Unternehmensbezeichnungen geben.
Neben den Südhessen Kliniken bestehen das Klinikum Darmstadt und das Elisabethenstift während des Übergangs weiter.
Für Patienten kann das zunächst etwas unübersichtlich wirken.
Die Bezeichnungen Campus Mitte und Campus Woog sollen langfristig für eine klarere Zuordnung der beiden Standorte sorgen.
Campus Mitte und Campus Woog werden wichtiger
Wer regelmäßig medizinische Angebote in Darmstadt nutzt, sollte sich deshalb zwei neue Bezeichnungen merken.
Campus Mitte bezeichnet den bisherigen Standort des Klinikums Darmstadt.
Campus Woog bezeichnet das bisherige Elisabethenstift.
Mit zunehmender medizinischer Zusammenführung dürften diese Standortbezeichnungen häufiger auftauchen.
Sie helfen dabei, das gemeinsame Krankenhaus räumlich zu unterscheiden.
Ändern sich Telefonnummern und Ansprechpartner?
Im laufenden Übergangsprozess bestehen viele bisherige Kontaktwege zunächst weiter.
Da IT, Kommunikation und organisatorische Systeme jedoch zu den Bereichen gehören, die zusammengeführt werden, können sich langfristig auch Kontaktdaten und digitale Angebote verändern.
Patienten sollten deshalb insbesondere ab 2027 aktuelle Terminunterlagen und Informationen der Klinik beachten.
Alte gespeicherte Kontaktdaten müssen nicht dauerhaft gültig bleiben.
Was passiert mit den Beschäftigten?
Auch für die Mitarbeiter ist die Fusion ein großer Veränderungsprozess.
Beschäftigte aus beiden Häusern müssen künftig stärker zusammenarbeiten.
Dafür wurden bereits gemeinsame Formate eingerichtet.
Gleichzeitig arbeiten Mitarbeiter aus Klinikum und Elisabethenstift gemeinsam in den Projektgruppen.
Langfristig ist auch eine Angleichung wesentlicher Arbeitsbedingungen vorgesehen.
Unterschiedliche Unternehmenskulturen treffen aufeinander
Die Fusion ist auch deshalb ungewöhnlich, weil zwei sehr unterschiedliche Krankenhausgeschichten zusammengeführt werden.
Das Klinikum Darmstadt befindet sich in kommunaler Tradition.
Das Elisabethenstift besitzt dagegen eine diakonisch christliche Geschichte, die bis ins Jahr 1858 zurückreicht.
Diese unterschiedlichen Hintergründe sollen in einer neuen gemeinsamen Unternehmenskultur zusammenfinden.
Der Prozess betrifft deshalb weit mehr als medizinische Abteilungen und Gebäude.
Warum ist das Projekt für ganz Südhessen relevant?
Das Klinikum Darmstadt behandelt nicht ausschließlich Menschen aus der Stadt.
Als Maximalversorger übernimmt es Aufgaben für ein wesentlich größeres Einzugsgebiet.
Auch Patienten aus dem Kreis Bergstraße können bei schweren Erkrankungen oder speziellen Behandlungen nach Darmstadt überwiesen werden.
Dasselbe gilt für andere Landkreise der Region.
Die Neuordnung der Darmstädter Krankenhauslandschaft ist deshalb kein rein kommunales Thema.
Was Patienten jetzt beachten sollten
Im Jahr 2026 besteht kein Grund, bestehende Termine allein wegen der Fusion infrage zu stellen.
Wer einen Termin im Klinikum oder Elisabethenstift hat, orientiert sich weiterhin an den Angaben auf seiner Terminbestätigung.
Das gilt auch für geplante Untersuchungen und Operationen.
Mit den ersten größeren medizinischen Umzügen ab 2027 wird die genaue Standortangabe allerdings wichtiger.
Dann sollten Patienten besonders darauf achten, ob ihr Termin am Campus Mitte oder Campus Woog stattfindet.
Was passiert bis Ende 2026?
Die kommenden Monate dienen vor allem der weiteren organisatorischen Vorbereitung.
Die mehr als 150 Teilprojekte zeigen, wie viele Einzelentscheidungen dafür notwendig sind.
IT Systeme müssen miteinander funktionieren.
Logistische Abläufe müssen abgestimmt werden.
Medizinische Prozesse müssen auf die künftige Verteilung der Fachbereiche vorbereitet werden.
Gleichzeitig laufen beide Krankenhäuser im normalen Betrieb weiter.
2027 wird das entscheidende Übergangsjahr
Für Patienten dürfte deshalb 2027 wesentlich spannender werden als 2026.
Dann sollen die ersten Baumaßnahmen beginnen und das gemeinsame Medizinkonzept zunehmend praktisch umgesetzt werden.
Mit den Umzügen einzelner Fachbereiche werden die beiden neuen Campus Profile erstmals deutlich sichtbar.
Campus Mitte entwickelt sich weiter zum Schwerpunkt für Maximal und Akutversorgung.
Campus Woog soll vor allem planbare medizinische Leistungen sowie weitere spezialisierte Bereiche bündeln.
Ein Krankenhaus an zwei Standorten
Das langfristige Ziel lässt sich auf einen einfachen Grundgedanken reduzieren.
Aus zwei bisher eigenständigen Krankenhäusern soll ein gemeinsames Krankenhaus entstehen.
Die Gebäude bleiben räumlich getrennt.
Medizinische Angebote, Organisation und Führung sollen dagegen zunehmend zusammenwachsen.
Für Patienten soll daraus langfristig eine klarer abgestimmte Versorgung entstehen.
Ob dieses Ziel erreicht wird, wird sich erst nach Abschluss der umfangreichen Umstrukturierungen beurteilen lassen.
Für 2026 gilt zunächst: Die Versorgung läuft weiter wie bisher.
Ab 2027 beginnt die Phase, in der die Fusion im Krankenhausalltag deutlich sichtbarer wird.
