Altrheinhalle in Lampertheim saniert: 3,5 Millionen Euro investiert, Energiebedarf soll deutlich sinken

Die Altrheinhalle in Lampertheim ist umfassend modernisiert worden. Rund 3,5 Millionen Euro hat der Kreis Bergstraße seit Frühjahr 2025 in die Sporthalle am Schulzentrum West investiert. Besonders bemerkenswert: Durch die neue Heizungs- und Lüftungstechnik wird künftig mit einer Energieeinsparung von rund 50 Prozent gerechnet.

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Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Damit soll die Halle langfristig für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen. Ein Großteil der Investitionen steckt allerdings in Technik, die Besucher auf den ersten Blick kaum wahrnehmen.

Was in der Altrheinhalle erneuert wurde

Die Sanierung betraf sowohl die Gebäudetechnik als auch verschiedene bauliche Bereiche. Unter anderem wurden die Heizungs- und Lüftungsanlagen modernisiert und Arbeiten an den Trinkwasserleitungen durchgeführt.

Hinzu kamen Verbesserungen beim Brandschutz. Auch die Dachdämmung und Dachabdichtung im Bereich des Foyers und der Umkleiden wurden erneuert.

Für den Sportbetrieb unmittelbar sichtbar sind die neuen Trennvorhänge und Basketballanlagen. Darüber hinaus wurden Maler- und Bodenbelagsarbeiten ausgeführt sowie neue Akustikdecken in Fluren, Umkleiden und Sanitärbereichen eingebaut.

Damit wurde nicht nur die technische Ausstattung verbessert. Auch die Bedingungen für Schülerinnen, Schüler und Vereinsmitglieder sollen langfristig zuverlässiger werden.

Rund 2,5 Millionen Euro flossen in die Gebäudetechnik

Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro entfielen etwa 2,5 Millionen Euro auf Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Sanitär- und Elektroarbeiten.

Weitere rund eine Million Euro wurden für bauliche Maßnahmen eingesetzt.

Die Verteilung zeigt, worauf der Schwerpunkt lag: Nicht eine vollständige Neugestaltung der Sporthalle stand im Vordergrund, sondern die Erneuerung ihrer technischen Infrastruktur.

Notwendig geworden war die Sanierung nach Angaben des Kreises unter anderem wegen sicherheitstechnischer Mängel, technischer Defekte und erforderlicher Arbeiten an den Trinkwasserleitungen.

Energieeinsparung von rund 50 Prozent erwartet

Ein besonders wichtiger Bestandteil ist die modernisierte Wärmeversorgung.

Vor der Sanierung arbeitete die Anlage mit einer Vorlauftemperatur von rund 90 Grad Celsius. Diese konnte auf etwa 55 Grad Celsius reduziert werden.

Die Vorlauftemperatur beschreibt, wie warm das Heizwasser ist, das in die Heizflächen geleitet wird. Niedrigere Temperaturen können den Betrieb einer Heizungsanlage effizienter machen, sofern die Heizflächen entsprechend ausgelegt sind.

Zusammen mit der effizienteren Lüftung und den modernisierten Heizflächen rechnet der Kreis mit einer Energieeinsparung von rund 50 Prozent bei gleichbleibendem Komfort.

Dabei handelt es sich zunächst um eine Prognose. Ob die Einsparung im tatsächlichen Betrieb erreicht wird, lässt sich erst anhand späterer Verbrauchsdaten beurteilen.

Halle für mögliche regenerative Wärmeversorgung vorbereitet

Die technische Modernisierung hat noch einen weiteren Effekt.

Durch die niedrigere Vorlauftemperatur wurden nach Angaben des Kreises die Voraussetzungen geschaffen, die Halle möglicherweise später an ein regeneratives Wärmenetz anzuschließen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ein solcher Anschluss bereits erfolgt oder verbindlich beschlossen ist.

Die Sanierung macht die Wärmeversorgung vielmehr flexibler für eine mögliche spätere Umstellung.

Gerade bei öffentlichen Gebäuden mit langfristiger Nutzung kann eine solche Vorbereitung sinnvoll sein, weil größere technische Eingriffe nicht bei jeder Veränderung erneut notwendig werden sollen.

Was sich für Schulen und Vereine verbessert

Die Altrheinhalle gehört zur Sportinfrastruktur am Schulzentrum West in Lampertheim.

Sie wird für schulische und vereinsbezogene Sportangebote benötigt. Entsprechend wichtig ist ein verlässlicher Hallenbetrieb.

Mit der Sanierung wurden technische Defekte und sicherheitsrelevante Mängel angegangen. Die neuen Trennvorhänge und Basketballanlagen verbessern zudem die Ausstattung für unterschiedliche Sportarten und Trainingsformen.

Die modernisierte Gebäudetechnik soll dazu beitragen, den Sportbetrieb langfristig abzusichern.

Konkrete Änderungen bei Belegungszeiten oder zusätzliche Nutzungsangebote hat der Kreis in seiner Abschlussmeldung allerdings nicht angekündigt.

Ein weiterer Baustein für das Schulzentrum West

Die Sanierung steht nicht für sich allein. Am Schulzentrum West sind weitere Veränderungen vorgesehen.

Dazu gehören der Neubau des Lessing-Gymnasiums und die Weiterentwicklung der Alfred-Delp-Schule. Auch das gesamte Schulareal soll langfristig weiterentwickelt werden.

Die Altrheinhalle bildet dabei einen wichtigen Bestandteil der gemeinsamen Infrastruktur.

Denn moderne Unterrichtsgebäude allein reichen für einen Schulstandort nicht aus. Auch Sportflächen müssen dauerhaft verfügbar, sicher und funktionsfähig sein.

Mit der abgeschlossenen Sanierung ist nun ein weiterer Teil dieser Infrastruktur erneuert.

Warum sich die Investition erst langfristig bewerten lässt

3,5 Millionen Euro sind eine erhebliche öffentliche Investition. Ob sich die Modernisierung wirtschaftlich auszahlt, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab.

Dazu gehören die tatsächlichen Energieeinsparungen, die Entwicklung der Betriebskosten und die Frage, wie zuverlässig die neuen technischen Anlagen über die kommenden Jahre funktionieren.

Eine erwartete Energieeinsparung von 50 Prozent bedeutet außerdem nicht automatisch, dass sich sämtliche Betriebskosten halbieren. Neben dem Energieverbrauch spielen beispielsweise Wartung, Reinigung und weitere laufende Ausgaben eine Rolle.

Die Maßnahme verfolgt deshalb zwei Ziele gleichzeitig: geringeren Energiebedarf und einen langfristig sicheren Betrieb der Halle.

Für Schulen und Vereine dürfte vor allem die verlässliche Nutzung im Alltag entscheidend sein.

Altrheinhalle soll langfristig erhalten bleiben

Mit dem Abschluss der Sanierung ist die Altrheinhalle technisch und baulich auf einen neuen Stand gebracht worden.

Die Investition verteilt sich auf zahlreiche Bereiche, von der Wärmeversorgung über den Brandschutz bis zur Sportausstattung.

Ob die prognostizierte Energieeinsparung erreicht wird, muss der künftige Betrieb zeigen.

Fest steht bereits: Der Kreis Bergstraße hat rund 3,5 Millionen Euro investiert, um eine bestehende Sporthalle in Lampertheim weiter nutzen zu können, statt ihre Funktion für den Schul- und Vereinssport infrage zu stellen.

Häufige Fragen zur Altrheinhalle in Lampertheim

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