(pps) Mehr Unfälle mit E-Scootern: Polizei startet Präventionskampagne in Südhessen

Darmstadt / Kreis Bergstraße. (pps) – E-Scooter gehören längst zum Straßenbild in Südhessen – gleichzeitig steigt die Zahl der Unfälle deutlich an. Das Polizeipräsidium Südhessen reagiert auf diese Entwicklung mit einer Präventionskampagne und kündigt verstärkte Verkehrskontrollen an. Ziel ist es, insbesondere Jugendliche, junge Erwachsene sowie Erst- und Gelegenheitsnutzer für die Risiken im Straßenverkehr zu sensibilisieren.

Quelle: Polizeipräsidium Südhessen

Unfallzahlen steigen deutlich

Die aktuellen Zahlen der hessischen Polizei zeigen eine besorgniserregende Entwicklung. Im Jahr 2025 wurden hessenweit 1.505 Unfälle mit E-Scootern registriert – das sind fast 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben, vier von ihnen waren jünger als 25 Jahre.

Auch in Südhessen nahm die Zahl der Unfälle deutlich zu. Während 2024 noch 133 Verkehrsunfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen registriert wurden, waren es 2025 bereits 218 Unfälle. Dabei wurde eine Person tödlich verletzt, 26 Menschen erlitten schwere und 135 leichte Verletzungen.

Entwicklung in Südhessen2025
Verkehrsunfälle218
Todesopfer1
Schwerverletzte26
Leichtverletzte135

Polizei setzt auf Aufklärung und Kontrollen

Unter dem Motto „E-Scooter? Nur mit Plan. Regeln kennen. Sicher ankommen.“ startet das Polizeipräsidium Südhessen zum Beginn des Heinerfestes eine Präventionskampagne. Vom 2. bis 11. Juli werden auf rund 430 Bildschirmen in Bussen und Bahnen der HEAG mobilo Sicherheitshinweise rund um die Nutzung von E-Scootern gezeigt. Parallel dazu kündigt die Polizei verstärkte Verkehrskontrollen an.

Nach Angaben der Polizei werden bei Kontrollen immer wieder ähnliche Verstöße festgestellt. Dazu zählen Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, die verbotene Nutzung von Gehwegen, Rotlichtverstöße sowie das Mitnehmen einer zweiten Person auf einem E-Scooter.

Die wichtigsten Regeln für E-Scooter-Fahrer

Viele Unfälle lassen sich durch regelkonformes Verhalten vermeiden. Die Polizei erinnert deshalb an einige grundlegende Vorschriften:

RegelHinweis
GehwegeDas Fahren auf Gehwegen ist grundsätzlich verboten.
PersonenEin E-Scooter darf nur von einer Person genutzt werden.
AlkoholFür E-Scooter gelten dieselben Promillegrenzen wie für Autofahrer.
AmpelnRotlichtverstöße können Bußgelder und Punkte nach sich ziehen.
RücksichtAngepasste Geschwindigkeit und Aufmerksamkeit erhöhen die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

Junge Menschen besonders im Fokus

Nach Einschätzung der Polizei sind vor allem Jugendliche, junge Erwachsene sowie Erst- und Gelegenheitsnutzer von den steigenden Unfallzahlen betroffen. Mit der Kampagne soll deshalb das Bewusstsein geschärft werden, dass E-Scooter keine Freizeitspielzeuge, sondern Kraftfahrzeuge sind, für die die gleichen Verkehrsregeln gelten wie für andere Fahrzeuge. Gleichzeitig sollen verstärkte Kontrollen dazu beitragen, gefährliche Regelverstöße frühzeitig zu unterbinden.

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