Herbstfest in Lorsch 2026: Mittelalterliches Handwerk, Greifvögel und Mitmachaktionen in Lauresham

Wie wurde im Mittelalter gearbeitet, als es weder elektrische Maschinen noch moderne Werkzeuge gab? Welche Fertigkeiten benötigten Handwerker, um Gegenstände für den Alltag herzustellen? Antworten darauf gibt es am Sonntag, 18. Oktober 2026, im Freilichtlabor Lauresham in Lorsch. Beim traditionellen Herbstfest mit Handwerkermarkt können Besucher historische Arbeitsweisen kennenlernen, selbst aktiv werden und eine Greifvogelschau erleben.

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Von 10 bis 17 Uhr verwandelt sich das Gelände des frühmittelalterlichen Herrenhofs in einen lebendigen Handwerksmarkt. Mehr als ein Dutzend Handwerkerinnen und Handwerker präsentieren ihre Fertigkeiten. Hinzu kommen Verkaufsstände, Führungen und Angebote für Familien.

Das Herbstfest bildet zugleich den Abschluss einer besonderen Veranstaltungssaison, in der das Freilichtlabor das immaterielle Kulturerbe in den Mittelpunkt gestellt hat.

Mehr als ein Dutzend historische Handwerke erleben

Das Freilichtlabor Lauresham ist für seine Rekonstruktion eines frühmittelalterlichen Herrenhofs bekannt. Hier wird nicht nur gezeigt, wie Gebäude vor mehr als tausend Jahren ausgesehen haben könnten. Im Mittelpunkt steht auch die Frage, wie die Menschen damals ihren Alltag bewältigten.

Beim Herbstfest am 18. Oktober wird diese Geschichte besonders anschaulich.

Auf dem gesamten Gelände führen mehr als ein Dutzend Handwerkerinnen und Handwerker traditionelle Arbeitstechniken vor. Besucher können beobachten, wie aus einfachen Materialien Gebrauchsgegenstände entstehen und welche Kenntnisse dafür erforderlich sind.

Anders als bei einer gewöhnlichen Ausstellung bleiben die Tätigkeiten nicht hinter Glas verborgen. Die Handwerker arbeiten vor den Augen des Publikums und erklären ihre Techniken.

An mehreren Stationen können Besucher außerdem selbst mitmachen. Gerade für Kinder bietet sich dadurch die Möglichkeit, historische Fertigkeiten nicht nur anzusehen, sondern unmittelbar auszuprobieren.

Welche einzelnen Handwerke an welchen Stationen vertreten sein werden, geht aus der veröffentlichten Veranstaltungsankündigung nicht vollständig hervor.

Handwerkermarkt mit selbst gefertigten Produkten

Ergänzt werden die Vorführungen durch einen Handwerkermarkt mit Verkaufs- und Informationsständen.

Dort werden handgefertigte Produkte angeboten. Besucher können sich über deren Herstellung informieren und ausgewählte Gegenstände erwerben.

Der Markt soll verdeutlichen, wie eng handwerkliches Können und alltägliches Leben in früheren Jahrhunderten miteinander verbunden waren.

Viele Gegenstände, die heute industriell gefertigt werden, mussten früher in aufwendiger Handarbeit entstehen. Das erforderte Erfahrung, geeignete Materialien und Kenntnisse, die häufig über Generationen weitergegeben wurden.

Auch für Speisen und Getränke ist während des Herbstfestes gesorgt.

Greifvogelschau bringt die Falknerei nach Lorsch

Ein besonderer Programmpunkt ist die angekündigte Greifvogelschau.

Ursprünglich war ein Tag der Falknerei bereits für den Hochsommer vorgesehen. Wegen der hohen Temperaturen musste die Veranstaltung jedoch verschoben werden. Nun wird sie im Rahmen des Herbstfestes nachgeholt.

Besucher können Greifvögel aus nächster Nähe erleben und mehr über die Tradition der Falknerei erfahren.

Dazu gehört auch die Vorstellung des berühmten Falknereibuchs von Kaiser Friedrich II. Das im 13. Jahrhundert entstandene Werk beschäftigt sich mit der Vogelwelt und der Jagd mit Greifvögeln.

Die Falknerei verbindet praktisches Wissen über Tiere mit einer langen historischen Überlieferung. Deshalb passt sie besonders gut zum diesjährigen Schwerpunkt des Freilichtlabors.

Nach den Veranstaltungsinformationen ist Walter Reinhart von der Greifvogelstation Burg Ronneburg zu Gast.

Eine genaue Uhrzeit für die Greifvogelschau wurde in den geprüften Ankündigungen nicht angegeben. Besucher sollten sich deshalb vor Ort über den Ablauf informieren.

Öffentliche Führungen um 11 und 14 Uhr

Wer das Freilichtlabor ausführlicher kennenlernen möchte, kann am Herbstfest zusätzlich an einer öffentlichen Führung teilnehmen.

Zwei Führungen sind für 11 Uhr und 14 Uhr angekündigt.

Sie dauern jeweils ungefähr 90 Minuten und werden ab zwei Teilnehmern angeboten.

Während der Rundgänge erhalten Besucher Einblicke in das Leben auf einem frühmittelalterlichen Herrenhof. Dabei geht es unter anderem um die historische Bauweise, die Landwirtschaft und die Organisation des damaligen Alltags.

Für die Führungen wird zusätzlich zum regulären Eintritt eine Gebühr erhoben.

Erwachsene zahlen fünf Euro, ermäßigte Tickets kosten drei Euro. Für Familien wird eine Führungskarte für 11,50 Euro angeboten.

Wer lediglich das Herbstfest und die Handwerksvorführungen besuchen möchte, benötigt keine zusätzliche Führungskarte.

Eintrittspreise für das Herbstfest 2026

Für das Herbstfest gelten die von der Stadt Lorsch veröffentlichten Eintrittspreise.

Erwachsene zahlen sieben Euro. Der ermäßigte Eintritt beträgt fünf Euro.

Für Familien gibt es eine Karte für 16,50 Euro. Sie gilt für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder im Alter von höchstens 16 Jahren.

Die öffentlichen Führungen um 11 und 14 Uhr kosten zusätzlich Eintritt.

Damit können Familien vorab entscheiden, ob sie nur den Handwerkermarkt und die Vorführungen besuchen oder ihren Aufenthalt um eine Führung ergänzen möchten.

Die veröffentlichten Preise entsprechen dem Stand vom 1. April 2026. Der Veranstalter behält sich Änderungen vor.

Was bedeutet immaterielles Kulturerbe?

Das diesjährige Herbstfest steht unter dem Schwerpunkt des immateriellen Kulturerbes.

Gemeint sind damit nicht historische Gebäude oder Gegenstände, sondern Wissen, Fertigkeiten, Bräuche und kulturelle Praktiken, die von Menschen ausgeübt und weitergegeben werden.

Dazu gehören beispielsweise traditionelle Handwerkstechniken, landwirtschaftliche Arbeitsweisen oder die Falknerei.

Solche Kenntnisse lassen sich nicht allein dadurch erhalten, dass alte Werkzeuge in einem Museum ausgestellt werden. Entscheidend ist, dass Menschen weiterhin wissen, wie sie benutzt werden.

Genau hier setzt das Freilichtlabor Lauresham an.

Historische Arbeitsweisen werden erforscht, praktisch erprobt und Besuchern vermittelt. Das Herbstfest soll zeigen, dass Geschichte nicht nur aus schriftlichen Überlieferungen besteht, sondern auch aus Fähigkeiten, die Menschen über viele Generationen entwickelt haben.

Bereits am Samstag gibt es einen kostenlosen Vortrag

Das Veranstaltungswochenende beginnt schon am Samstag, 17. Oktober.

Um 19 Uhr hält Claus Kropp, Leiter des Freilichtlabors Lauresham, im Paul-Schnitzer-Saal des Museumszentrums Lorsch einen Vortrag mit dem Titel „Wissen – Können – Weitergeben“.

Dabei geht es um die Bedeutung des immateriellen Kulturerbes und die Frage, wie traditionelle Fertigkeiten für kommende Generationen bewahrt werden können.

Kropp erläutert anhand praktischer Beispiele, welche Rolle Museen bei der Erforschung und Weitergabe historischer Kenntnisse übernehmen.

Der Vortrag findet anlässlich des Internationalen Tages des Immateriellen Kulturerbes statt.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nach Angaben des Veranstalters nicht erforderlich.

Vortrag und Herbstfest gehören außerdem zum Jubiläumsprogramm der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen, die 2026 ihr 80-jähriges Bestehen feiern.

Anreise zum Freilichtlabor Lauresham

Das Herbstfest findet im Freilichtlabor Lauresham in Lorsch statt.

Die Adresse lautet Im Klosterfeld 6–10, 64653 Lorsch.

Das Gelände gehört zum Umfeld des UNESCO-Welterbes Kloster Lorsch und ist Teil der historischen Vermittlungsangebote am Standort.

Besucher sollten für ihren Aufenthalt ausreichend Zeit einplanen. Neben den Handwerksvorführungen und Verkaufsständen gibt es mehrere Programmpunkte, die sich über den Tag verteilen.

Wer an einer der beiden öffentlichen Führungen teilnehmen möchte, sollte die festen Anfangszeiten um 11 beziehungsweise 14 Uhr berücksichtigen.

Für aktuelle Informationen zu Anreise, möglichen Änderungen und dem Tagesprogramm empfiehlt sich ein Blick auf die Veranstaltungsseite der Stadt Lorsch.

Ein besonderer Abschluss der Laureshamer Saison

Mit dem Herbstfest endet am 18. Oktober eine Saison, in der das Freilichtlabor Lauresham traditionelle Fertigkeiten und überliefertes Wissen besonders hervorgehoben hat.

Das Programm verbindet historische Handwerkskunst mit einem Markt, Mitmachangeboten und einer Greifvogelschau.

Für Familien aus dem Kreis Bergstraße und der Umgebung bietet sich damit eine Gelegenheit, Geschichte außerhalb des klassischen Museumsbesuchs kennenzulernen.

Wer nicht nur zuschauen, sondern auch verstehen möchte, wie Menschen früher gearbeitet und gelebt haben, findet in Lauresham am Sonntag ein abwechslungsreiches Programm.

Häufige Fragen zum Herbstfest Lauresham 2026

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