In Viernheim soll eine Grünfläche im Bannholzgraben weiter wachsen. Am Samstag, 24. Oktober 2026, lädt die Stadt zum dritten Viernheimer Baumpflanztag ein. Kinder, Eltern und andere Interessierte können dabei selbst mit anpacken und neue Bäume sowie Sträucher pflanzen. Ergänzt wird die Aktion durch Informationsstände, kreative Angebote und einen Malwettbewerb.
Quelle: Bild von UnsplashDie Pflanzaktion findet auf der großen Grünfläche im Bannholzgraben I zwischen der Erich-Kästner-Allee und der Levi-Strauss-Allee statt. Der Zugang erfolgt über die Levi-Strauss-Allee. Das angekündigte Mitmachprogramm läuft von 10 bis 14 Uhr. Im städtischen Veranstaltungskalender ist der Baumpflanztag insgesamt von 8 bis 14 Uhr eingetragen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine Stadt grüner werden kann und warum Bäume, Obstgehölze und naturnahe Flächen gerade für Kinder eine wichtige Rolle spielen.
40 Laubbäume und zehn Obstbäume sollen gepflanzt werden
Die Stadt Viernheim hat für den diesjährigen Baumpflanztag konkrete Pflanzziele angekündigt.
Insgesamt sollen 40 Laubbäume, zehn Obstbäume, 30 Beerenobstgewächse und 15 Großsträucher auf der Fläche gepflanzt werden.
Die Pflanzen werden vom Stadtbetrieb vorbereitet und stehen den Teilnehmenden am Aktionstag zur Verfügung.
Damit wird das bestehende Grün im Bannholzgraben I weiterentwickelt. Neben klassischen Laubbäumen sind ausdrücklich auch Pflanzen vorgesehen, die später Früchte tragen können.
Gerade die Kombination unterschiedlicher Gehölze kann eine Grünfläche vielfältiger machen.
Bäume bieten langfristig Schatten und können zur Abkühlung ihrer Umgebung beitragen. Sträucher schaffen zusätzliche Strukturen und können, abhängig von der Pflanzenart, Nahrung und Lebensraum für Tiere bieten.
Ob und wie schnell diese Vorteile entstehen, hängt allerdings davon ab, wie sich die jungen Pflanzen entwickeln und wie sie in den kommenden Jahren gepflegt werden.
Kinder sollen Natur unmittelbar erleben
Der Baumpflanztag wurde vom städtischen Amt für Stadtentwicklung und Umweltplanung ins Leben gerufen.
Das Ziel besteht nicht nur darin, zusätzliche Bäume zu pflanzen. Vor allem Kinder sollen erleben, wie Pflanzen wachsen und welche Bedeutung Natur, Klima und Nahrungsgewinnung für das tägliche Leben haben.
Deshalb hat die Stadt im Vorfeld bereits Viernheimer Kindergärten und Grundschulen zur Teilnahme eingeladen.
Darüber hinaus sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger willkommen.
Wer selbst einen Baum oder Strauch pflanzt, bekommt einen anderen Zugang zu einer Grünfläche als bei einem gewöhnlichen Spaziergang.
Kinder können beispielsweise erfahren, wie groß ein Pflanzloch sein muss, weshalb junge Bäume ausreichend Wasser benötigen und warum Pflanzen Zeit brauchen, um sich zu entwickeln.
Die praktische Arbeit wird dabei mit altersgerechten Informationsangeboten verbunden.
Was erwartet Familien beim Baumpflanztag?
Neben der eigentlichen Pflanzaktion organisiert die Stadt ein Rahmenprogramm mit verschiedenen Mitmachmöglichkeiten.
Ein besonderer Bestandteil ist der Malwettbewerb.
Kinder können Zeichnungen anfertigen, von denen die schönsten später für die Beschilderung der neu gepflanzten Bäume verwendet werden sollen.
Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen der kreativen Beschäftigung am Aktionstag und der langfristigen Gestaltung der Fläche.
Auch die städtische Volkshochschule beteiligt sich am Programm.
Gemeinsam mit Gartentherapeutin Birte Lauer werden kreative Bastelangebote vorbereitet.
Der Vogelpark Viernheim ist ebenfalls vertreten und möchte Kindern mit verschiedenen Fühlboxen Naturthemen näherbringen.
Damit richtet sich der Baumpflanztag auch an Familien, deren Kinder noch nicht selbst größere Pflanzarbeiten übernehmen können.
Naturpark-Ranger und Imker informieren vor Ort
Wer mehr über Natur und Umwelt erfahren möchte, findet beim Baumpflanztag mehrere Informationsangebote.
Der Landschaftspflegeverband Kreis Bergstraße stellt seine Arbeit vor und präsentiert das „Entdeckerbuch Natur-Rabe“.
Der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald ist mit einem Ranger vertreten.
Auch die Jugendorganisation Plant-for-the-Planet beteiligt sich und informiert über ihr Engagement.
Informationen rund um Bienen und Imkerei bietet die Imkerei Falkenstein.
Diese Angebote erweitern den Blick über die neu gepflanzten Bäume hinaus.
Denn eine naturnahe Stadt besteht nicht allein aus möglichst vielen Bäumen. Auch die Vielfalt der Pflanzen, der Schutz von Lebensräumen und das Zusammenspiel unterschiedlicher Arten spielen eine Rolle.
Besucher können sich deshalb nicht nur an der Pflanzaktion beteiligen, sondern auch Anregungen für den eigenen Garten oder Balkon mitnehmen.
Mit dem Hubsteiger die Grünfläche von oben betrachten
Ein ungewöhnlicher Programmpunkt ist der angekündigte Hubsteiger von Harald Glock Grünanlagenpflege.
Er soll Kindern und Erwachsenen einen Blick aus erhöhter Perspektive auf die Fläche ermöglichen.
Von oben lässt sich besonders gut erkennen, wie die Grünfläche aufgebaut ist und wo neue Bäume und Sträucher ihren Platz finden.
Für viele Kinder dürfte das zu den besonderen Erlebnissen des Tages gehören.
Ob die Mitfahrt im Einzelfall möglich ist, hängt von den vor Ort geltenden Sicherheitsbedingungen und der Organisation ab.
Auch für Verpflegung ist gesorgt. Die Stadt kündigt einen Verkaufsstand an.
Der Eintritt zum Baumpflanztag ist kostenlos.
Bannholzgraben soll als Aufenthaltsort attraktiver werden
Die Grünfläche im Bannholzgraben I dient nicht ausschließlich dem Naturschutz.
Sie soll zugleich ein Ort sein, an dem sich Menschen begegnen, spazieren gehen und Zeit im Freien verbringen können.
Der Stadtbetrieb bereitet die Fläche deshalb bereits vor dem Aktionstag vor.
In diesem Zusammenhang werden auch die wassergebundenen Wegedecken der Spazierwege erneuert.
Zusätzlich sind weitere Spielmöglichkeiten für Kinder vorgesehen.
Die Stadt verbindet damit mehrere Ziele: mehr Grün, zusätzliche Aufenthaltsqualität und Möglichkeiten für Kinder, ihre Umgebung zu entdecken.
Erster Stadtrat Jörg Scheidel sieht im Baumpflanztag eine Verbindung von praktischer Umweltbildung und Klimaschutz.
Die neue Bepflanzung soll dazu beitragen, die Fläche langfristig weiterzuentwickeln.
Die „Essbare Stadt“ wächst weiter
Der Baumpflanztag knüpft an das Viernheimer Konzept der „Essbaren Stadt“ an.
Dabei werden Grünflächen nicht ausschließlich mit Zierpflanzen gestaltet. Auch Obstbäume und Beerensträucher können Teil des öffentlichen Stadtgrüns sein.
Das Konzept soll Menschen stärker mit der Herkunft von Lebensmitteln und dem Wachstum von Pflanzen vertraut machen.
Gerade für Kinder kann es eine neue Erfahrung sein, Obst nicht nur aus dem Supermarkt zu kennen, sondern an einem Baum oder Strauch wachsen zu sehen.
Die diesjährige Pflanzung von zehn Obstbäumen und 30 Beerenobstgewächsen passt zu diesem Ansatz.
Wann die neuen Pflanzen erstmals Früchte tragen und welche Regeln für eine spätere Ernte gelten, hängt von ihrer Entwicklung und den Vorgaben der Stadt ab.
Bereits bei früheren Pflanzaktionen machten Familien mit
Viernheim organisiert den Baumpflanztag nicht zum ersten Mal.
Die Veranstaltung wurde 2023 ins Leben gerufen. Auch 2024 beteiligten sich zahlreiche Familien und weitere Freiwillige an der Gestaltung der Grünfläche.
Bei der zweiten Ausgabe im November 2024 wurden nach damaligen Angaben der Stadt 22 Bäume und rund 400 Beerensträucher gepflanzt.
Rund 80 Menschen beteiligten sich an der Aktion.
Diese Erfahrungen zeigen, dass der Baumpflanztag nicht nur eine einmalige Veranstaltung sein soll.
Vielmehr wird die Fläche über mehrere Jahre schrittweise weiterentwickelt.
Mit den für Oktober 2026 angekündigten Gehölzen setzt die Stadt diesen Ansatz fort.
Warum junge Bäume für das Stadtklima wichtig sind
Gerade in dicht bebauten Stadtgebieten können Bäume eine wichtige Funktion übernehmen.
Ihre Blätter spenden Schatten. Durch Verdunstung können sie außerdem zur Abkühlung der Umgebung beitragen.
Auch für Vögel und Insekten können Bäume und Sträucher wertvolle Lebensräume schaffen.
Wie stark diese Wirkungen ausfallen, hängt unter anderem von der Baumart, dem Standort und der Größe der Krone ab.
Ein frisch gepflanzter Baum kann deshalb nicht sofort dieselbe Wirkung entfalten wie ein jahrzehntealter Baum.
Umso wichtiger ist es, junge Pflanzen langfristig zu erhalten.
Dazu gehören eine ausreichende Wasserversorgung, geeignete Bodenbedingungen und eine fachgerechte Pflege.
Der Baumpflanztag ist damit zunächst ein weiterer Schritt in der Entwicklung der Grünfläche. Seine langfristige Wirkung wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen.
So können Besucher am Samstag teilnehmen
Der dritte Viernheimer Baumpflanztag findet am 24. Oktober 2026 im Bannholzgraben I statt.
Der Zugang erfolgt über die Levi-Strauss-Allee.
Die ausführliche Ankündigung der Stadt nennt für die Mitmachaktion die Zeit von 10 bis 14 Uhr. Im Veranstaltungskalender ist die Veranstaltung bereits ab 8 Uhr aufgeführt.
Wer gezielt an der gemeinschaftlichen Pflanzaktion oder am Rahmenprogramm teilnehmen möchte, kann sich deshalb an der angekündigten Programmzeit ab 10 Uhr orientieren.
Der Eintritt ist frei.
Die Stadt lädt ausdrücklich auch Familien und Einzelpersonen ein, die bislang noch nicht an einem Baumpflanztag teilgenommen haben.
Ein Aktionstag mit langfristigem Ziel
Mit dem dritten Viernheimer Baumpflanztag soll die Grünfläche im Bannholzgraben I weiter wachsen.
Die geplanten 40 Laubbäume, zehn Obstbäume und zahlreichen Sträucher sind dabei mehr als eine kurzfristige Verschönerung.
Sie sollen langfristig das Stadtgrün ergänzen und neue Möglichkeiten bieten, Natur im eigenen Wohnumfeld zu erleben.
Gleichzeitig verbindet die Stadt die Pflanzaktion mit Umweltbildung und gemeinschaftlichem Engagement.
Für Familien bietet der Samstag damit eine Gelegenheit, selbst aktiv zu werden und die Entwicklung eines öffentlichen Grünbereichs mitzugestalten.
