Wie soll sich die Region rund um Darmstadt entwickeln? Dazu können Einwohner der Stadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg derzeit ihre Sicht einbringen. Eine Onlinebefragung zum Wachstumsplan 2035 läuft bis zum 26. November 2026. Gefragt sind Alltagserfahrungen und Vorstellungen von einer lebenswerten Region.
Quelle: Luna Lovegood / PexelsFür die Teilnahme ist nach Angaben der Stadt kein Fachwissen erforderlich. Es geht also nicht darum, ausgearbeitete Planungen einzureichen. Auch wer nur wenige Orte regelmäßig besucht, kann überlegen, welche Verbindungen und Angebote den eigenen Alltag prägen. Ein Arbeitsweg, ein Ausbildungsort oder ein häufig besuchter Treffpunkt sind mögliche persönliche Ausgangspunkte.
Wer teilnehmen kann und wo die Befragung zu finden ist
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg laden ihre Einwohner zur Teilnahme ein. Der Zeitraum reicht vom 26. Oktober bis zum 26. November 2026. Die Befragung ist anonym und soll weniger als zehn Minuten dauern.
| Frage | Angaben der Stadt |
|---|---|
| Wer ist eingeladen? | Einwohner von Darmstadt und Darmstadt-Dieburg |
| Wann läuft die Befragung? | 26. Oktober bis 26. November 2026 |
| Wie viel Zeit ist vorgesehen? | Weniger als zehn Minuten |
| Ist Fachwissen nötig? | Nein |
| Wo geht es zur Teilnahme? | Beteiligungsplattform zum Wachstumsplan |
Die Teilnahme erfolgt über die offizielle Beteiligungsplattform. In der anonymen Onlinebefragung können Einwohner ihre Sicht auf die Region einbringen.
Auf einer Karte sollen Teilnehmer darstellen können, wie sie ihre Region abgrenzen und welche Orte ihnen wichtig sind. Ergänzend geht es darum, was die Region heute lebenswert macht und was für eine gute weitere Entwicklung benötigt wird. Die Ergebnisse sollen in das Zielbild für die Region 2035 einfließen.
Warum Stadt und Landkreis gemeinsam gefragt sind
Der Alltag vieler Menschen orientiert sich nicht nur an der Grenze einer einzelnen Kommune. Wohnen, Arbeiten, Einkaufen oder Freizeit können an unterschiedlichen Orten stattfinden. Dieser regionale Zusammenhang steht im Mittelpunkt des Wachstumsplans.
Zu den Herausforderungen gehören knapper werdender Wohnraum, belastete Verkehrsinfrastrukturen und begrenzte Flächen. Der Wachstumsplan soll Orientierung dafür geben, wie Darmstadt und die umliegenden Kommunen ihre Entwicklung gemeinsam gestalten können. Dabei sollen Klimaschutz, soziale Belange und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zusammengedacht werden.
Der Wachstumsplan 2035 sieht einen Dialog mit Bevölkerung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Bestehende Strategien sollen geprüft und weiterentwickelt werden. Von einem gemeinsamen Zielbild soll der Prozess schrittweise zu konkreten Projekten und Maßnahmen führen.
So lässt sich die eigene Rückmeldung vorbereiten
Wer teilnehmen möchte, kann vor dem Öffnen der Befragung kurz über typische Wege einer gewöhnlichen Woche nachdenken. Wo beginnt der Tag, welche Orte werden regelmäßig angesteuert, und welche Verbindungen sind dabei besonders wichtig? Eine solche Vorbereitung kann helfen, konkrete Erfahrungen statt nur allgemeiner Wünsche zu benennen.
Ein zweiter Schritt ist die Unterscheidung zwischen dem, was bereits gut funktioniert, und dem, was im Alltag Schwierigkeiten macht. Ein geschätzter Treffpunkt kann ebenso aufschlussreich sein wie eine schlecht erreichbare Einrichtung. Sinnvoll ist, jeweils den persönlichen Zusammenhang zu erklären: für wen der Ort wichtig ist und weshalb.
Für die Vorbereitung kann es helfen, über Orte außerhalb des eigenen Wohnorts nachzudenken, die selbstverständlich zur persönlichen Region gehören. Ebenso lohnt sich ein Blick darauf, was den Alltag bereits erleichtert und erhalten bleiben sollte. Anschließend lässt sich überlegen, wo eine Verbesserung besonders viel bewirken würde.
Konkrete Erfahrungen sind verständlicher als große Schlagwörter
Ein Wunsch wie „bessere Mobilität“ lässt noch offen, welches Problem gemeint ist. Hilfreicher kann eine Beschreibung des eigenen Weges sein: etwa zwischen Wohnort und Arbeitsplatz oder zwischen einer Schule und einem Freizeitangebot. Ähnlich lässt sich bei öffentlichen Orten erklären, wann und von wem sie genutzt werden.
Solche Beispiele machen die persönliche Sicht nachvollziehbar. Auch unterschiedliche Bedürfnisse dürfen dabei nebeneinanderstehen. Wer tagsüber pendelt, erlebt einen Ort möglicherweise anders als Menschen, die dort wohnen oder am Wochenende zu Besuch sind.
Für eine sachliche Rückmeldung empfiehlt es sich, bei überprüfbaren Beobachtungen und den eigenen Erfahrungen zu bleiben. Vermutungen über andere Menschen oder pauschale Vorwürfe sind für die Beschreibung eines konkreten Alltagsproblems nicht nötig.
Was die Befragung bereits bedeutet und was noch offen ist
Wichtig: Die Befragung sammelt Rückmeldungen für die weitere Entwicklung des Wachstumsplans. Aus der Teilnahme ergibt sich keine Zusage, dass ein bestimmtes persönliches Anliegen umgesetzt wird.
Die Rückmeldungen sollen in das regionale Zielbild einfließen. Die Ergebnisse der laufenden Befragung stehen noch aus.
Wer den weiteren Verlauf verfolgen möchte, kann nach Ende der Befragung auf der Beteiligungsplattform und der städtischen Projektseite nach einer Auswertung suchen. Dabei lohnt sich die Unterscheidung zwischen eingegangenen Anregungen, daraus entwickelten Vorschlägen und später tatsächlich getroffenen Entscheidungen.
Häufige Fragen zum Wachstumsplan Darmstadt 2035
Stand: 28. Oktober 2026. Die Befragung läuft bis zum 26. November.
Quellen:
Stadt Darmstadt: Ankündigung der Onlinebefragung, 23. Oktober 2026
